Nicht übertreiben! Komplettes PFAS-Verbot von Ländern abgelehnt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Einige meinen, das PFAS-haltige Produkte Mensch und Umwelt schädigen können. Doch die Wirtschaftsministerkonferenz ist gegen ein pauschales Verbot von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen.

Fluorhaltige Kunststoffe und Substanzen – PFAS-haltig eben – sollen weitestgehen verboten werden. Doch viele Industriezweige kommen ohne diese Werkstoffe kaum aus. Weil längst nicht alle PFAS-haltigen Materialien schädlich sind, sind die Wirtschaftsminister gegen ein Pauschalverbot.(Bild:  PTFExperts)
Fluorhaltige Kunststoffe und Substanzen – PFAS-haltig eben – sollen weitestgehen verboten werden. Doch viele Industriezweige kommen ohne diese Werkstoffe kaum aus. Weil längst nicht alle PFAS-haltigen Materialien schädlich sind, sind die Wirtschaftsminister gegen ein Pauschalverbot.
(Bild: PTFExperts)

Die Vorsitzende, die baden-württembergische Ressortchefin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), sagte, dass man wohl über die ins Feld geführten Argumente in Sachen Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen weiß. Doch bei einem Verbot würden ganze Produktionsbereiche in der EU wegbrechen, was einem breit gefächertem Deindustrialisierungsprogramm entspreche. Und der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sagte nach der zweitägigen Tagung, dass er die EU-Chemikalienregulierung mit Sorge betrachtet. Denn diese Forderung werde in der Chemieindustrie und den von ihr abhängigen Wertschöpfungsketten durch immer höheren Aufwand, erhebliche Planungsunsicherheiten, Innovations- und Investitionsstau für immensen Schaden. Ein pauschales Verbot von PFAS sei seiner Meinung nach der falsche Weg, denn von den 10.000 Substanzen seien 2.000 völlig unschädlich. Aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale werden PFAS vor allem in industriellen Produkten und Alltagsgegenständen verwendet, das erstreckt sich von Anoraks (Goretex) über Pfannen (Teflon) bis hin zu Kosmetik. In der Europäischen Union wird über ein Verbot von PFAS mit einigen Ausnahmen diskutiert. Industrieverbände sehen darin eine Bedrohung für Hightech-Industrien.

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