„Stoffliches“ Recyceln DITF erhalten Millionen für intensiveres Recycling von Altkleidern & Co.

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Weltweit werden Alttextilien kaum recycelt, weshalb sie sich zu Müllbergen stapeln, heißt es. Diesen Missstand will man nun per Forschung zumindest entschärfen ...

An den DITF forscht man jetzt daran, wie man Glas- und Carbonfasern wirtschaftlich recyceln kann – hier ein Beispiel für das Carbonfaserrecycling. Aber auch die Berge von sich ansammelnden Alttextilien will man mit Millionenunterstützung durch Recycling abbauen helfen.(Bild:  DITF)
An den DITF forscht man jetzt daran, wie man Glas- und Carbonfasern wirtschaftlich recyceln kann – hier ein Beispiel für das Carbonfaserrecycling. Aber auch die Berge von sich ansammelnden Alttextilien will man mit Millionenunterstützung durch Recycling abbauen helfen.
(Bild: DITF)

Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) brachte zum Vorschein, dass Alttextilien nicht recycelt sonder deponiert werden. Die niedrige Quote der Wiederverwertung liege etwa darin begründet, dass nur ein geringer Prozentsatz der Alttextilien überhaupt für das Recycling geeignet sei, um wieder zu hochwertigem Material zu kommen. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) wollen das ändern. Europas größtes Textilforschungszentrum hat dazu zwei Forschungsvorhaben mit einem Projektvolumen von über 4,2 Millionen Euro gestartet. Im Projekt Cyclotexum geht es also um das Recycling von klassischen Textilabfällen zu hochwertigen Garnen. Das Ziel ist es, bestehende mechanische, physikalische und chemische Prozesse intelligent zu kombinieren, damit aus dem Sekundärrohstoff wieder feine und gleichmäßige Garne werden.

Wirtschaftliches Recyceln von Glas- und Carbonfasern im Fokus

Und um das Recycling von Hochleistungsfasern wie Carbon- und Glasfasern zu fördern, bauen die DITF in den nächsten zwei Jahren auch ein Zentrum, in dem die Entwicklung von Hochleistungs-Faserverbundstrukturen auf Basis recycelter Hochleistungsfasern („HiPerReF“) vorangetrieben werden wird. Dort entwickelt man dann eine vollständige Prozesskette, entlang der im industriellen Maßstab hoch orientierte Halbzeuge aus recycelten Carbon- und Glasfasern entstehen, wie es dazu heißt. Um die maximale Leistungsfähigkeit im Bauteil zu erreichen, werde das Zusammenspiel aller Maschinen und Geräte optimiert, um industriell etwa Prepregs und porenfreie Verbundkunststoffe mit einem Faservolumenanteil von über 45 Prozent herzustellen. Und das an den DITF entwickelte Material Flow and Cost Accounting (MFCA) ermögliche es dabei, alle Entwicklungen mit Blick auf ihre Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu überprüfen.

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