Noch keine Reaktionen Domo Chemicals hat noch immer keinen Investor

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Für die deutschen Standorte des belgischen Chemieunternehmens Domo Chemicals in Leuna und Premnitz hat sich noch immer kein Investor gefunden ...

Für die derzeit am finanziellen Tropf der Landespolitik hängenden Domo-Chemicals-Standorte in Leuna und Premnitz wird wohl in Kürze das Insolvenzverfahren eröffnet. Denn ein Investor hat sich bisher nicht gefunden ...(Bild:  Domo Chemicals)
Für die derzeit am finanziellen Tropf der Landespolitik hängenden Domo-Chemicals-Standorte in Leuna und Premnitz wird wohl in Kürze das Insolvenzverfahren eröffnet. Denn ein Investor hat sich bisher nicht gefunden ...
(Bild: Domo Chemicals)

Der Investorenprozess in Sachen Domo Chemicals läuft weite, weil noch kein potenzieller Investor die Hand erhoben hat, um sich die Standorte in Leuna und Premnitz zu sichern. Feststehen werde eine Entscheidung wohl auch erst, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet werde. Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung darüber berichtet, so die dpa. Wie kam es dazu? Nun, das Unternehmen hatte kurz vor Ende des vergangenen Jahres für seine drei deutschen Tochterfirmen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg Insolvenz angemeldet und dazu erklärt, dass die Produktion sofort gestoppt werden muss. Wenige Tage später schaltete sich das Land Sachsen-Anhalt ein und entschied, den Betrieb vorerst am Laufen zu halten. So konnte die Suche nach Investoren schließlich weitergehen. Doch die Kosten für den Weiterbetrieb könnten am Ende durchaus im niedrigen 2-stelligen Millionenbereich liegen.

Gebe es Domo Chemicals nicht mehr, treffe es auch andere ...

Und nicht nur das! Denn die Insolvenz der Domo-Chemicals-Standorte in Ostdeutschland könnte auch Auswirkungen auf andere Unternehmen dort haben. Etwa für jene, die Vorprodukte an Domo liefern. In Leuna und Premnitz wurden vor allem Kunststoffe für die Elektro-, Elektronik- und Autoindustrie hergestellt. Das Insolvenzverfahren wird nach Aussage des Insolvenzverwalters voraussichtlich Anfang April eröffnet. Details können aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen nicht genannt werden. Mit rund 525 Mitarbeitern sind an zwei Standorten in Leuna die meisten Personen betroffen. Im Premnitz sind es etwa 70 Beschäftigte. Im Chemie-Dreieck in Sachsen-Anhalt gibt es nach Angaben der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 100 Firmen mit rund 10.000 Beschäftigten. Der Chemiebranche geht es bekanntlich generell derzeit nicht besonders gut. Deshalb hat auch Dow Chemicals bereits beschlossen, einen Teil seiner Anlagen in Schkopau und Böhlen zu schließen.

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