Montage- und Handhabungstechnik

Drahtloses Spannsystem bereit für Industrie 4.0

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Werkstücke ohne Aufwand direkt spannen

Eine Neuheit, die besonders für das Direktspannen interessant ist, wird mit dem Stark-Nullpunkt-Spannsystem Speedy classic 2 balance präsentiert, das alternativ durch Federkraft oder Hydraulik mit 20 kN betrieben wird.

Vorhandene Werkstückgewinde können genutzt werden, deshalb ist eine spezielle Passung nicht erforderlich. Aufgrund einer integrierten Ausgleichsfunktion über ± 0,75 mm können Werkstücke ohne zusätzliche Vorbereitung und weiteren Aufwand direkt gespannt werden. Da das System nullpunktgenau ist, kann das Werkstück auf mehreren Maschinen oder auch für Zwischenmessungen genutzt werden. Sicherheitsabfragen mit pneumatischer Spann- und Lösekontrolle sind integriert.

Darüber hinaus demonstriert der Spanntechnikspezialist an seinem Stand den einfachen und schnellen Austausch von verschiedenen Vorrichtungen mithilfe von Nullpunkt-Spannsystemen über eine einheitliche, sichere und exakte Schnittstelle. Das bewirkt kurze Rüstzeiten und erhöht die Maschinenverfügbarkeit, weshalb sich Nullpunkt Spannsysteme bereits bei kleinen Losgrößen lohnen, so der Hersteller.

Weltweit kleinster Kompaktspanner der Baugröße „Null“

Für den Einsatz in beengten Maschinenräumen und für Werkstücke mit kleinem Spannrand stellt Roemheld eine Vorrichtung mit dem zurzeit weltweit kleinsten Kompaktspanner der Baugröße „Null“ vor. Dank seiner Gesamtlänge von nur 63 mm und einem Gehäusedurchmesser von 22 mm ist er hervorragend für beengte Umgebungen geeignet. Er ist hydraulisch betrieben und bietet bei einem maximalen Betriebsdruck von 200 bar einen Spannhub von 4 mm und eine Spannkraft von 1,3 kN. Erreicht werden die minimalen Abmessungen durch ein neues patentiertes Befestigungssystem, das es ermöglicht, den eingebauten Spanner noch in radialer Richtung zu drehen, um exakt den Spannpunkt einzustellen.

Zum Be- und Entladen sind die Spannpunkte frei zugänglich. Für das Einschwenken reicht daher bereits eine schmale Tasche oder Vertiefung am Werkstück. Wechselweise wird das Nullpunkt Spannsystem mit einer zweiten Vorrichtung gezeigt – auf der die ausgesprochen vielfältigen und flexibel einsetzbaren Hilma-Spannsysteme MC montiert sind, die sich dank ihrer ebenfalls kompakten Maße vor allem für die Fünf-Achs-Bearbeitung eignen. Sie bieten auch beim Einsatz von Standardwerkzeugen eine gute Zugänglichkeit zu den Werkstücken und erleichtern das Spannen von Roh- und Fertigteilen ohne Umrüsten. Für vielfältige Anforderungen gibt es ein umfangreiches Backenprogramm. MC-Werkstück-Spannsysteme werden in verschiedenen Größen angeboten, zentrisch oder gegen Festbacke spannend, mechanisch oder hydraulisch betätigt und mit Backenbreiten von 40 bis 125 mm. Die maximale Spannkraft beträgt je nach Ausführung zwischen 8 und 35 kN.

Drucküberwachung vermeidet Maschinenschäden

Mithilfe einer drahtlosen Drucküberwachung gelingt es, Druckabfälle bei hydraulischen Spannvorrichtungen schnell zu erkennen und so Werkzeugbrüche sowie daraus resultierende Maschinenschäden leicht zu vermeiden. Das Modul setzt sich aus einer Empfängereinheit und bis zu 16 batteriebetriebenen elektronischen Drucksensoren mit Funkübertragung zusammen. Je nach Modell können Drücke bis 16, 250 und 500 bar über maximal 300 m übertragen und zentral überwacht werden. Die drahtlose Drucküberwachung ist einfach zu installieren und dank einer Batterie-Lebensdauer von bis zu einem Jahr sehr wartungsfreundlich. Alle Informationen werden in Echtzeit übermittelt und dienen der Maschinenkommunikation im Zuge von Industrie 4.0.

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