Niles-Simmons-Hegenscheidt Dreh-Bohr-Fräs-Bearbeitungszentrum mit Bohrstangenschlitten

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Die Antriebstechnik des Dreh-Fräs-Bohr-Bearbeitungszentrums N 40 MC mit einer Drehlänge von 3000 mm verfügt laut Hersteller über die moderne Synchrontechnik mit höchsten Drehmomenten für Spindel und Vorschubantriebe sowie über eine hochdynamische digitale Antriebsregelung. So betragen die Vorschubgeschwindigkeiten bis 30 m/min, die Drehmomente an der Drehspindel bis 8000 Nm und an der Frässpindel bis 700 Nm. Die Antriebsleistung der Drehspindel ist bis 78 kW und an der Frässpindel bis 43 kW konzipiert. Die Spindelantriebe sind mit integrierter C-Achs-Funktion ausgerüstet, und eine Spindelkopplung zur Erzeugung von Geometrieformen ist ebenfalls vorhanden.

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Das Werkzeugmagazin hat zwischen 48 und 144 Werkzeugplätze und kann mit einer Festplatzcodierung oder einer variablen Platzcodierung versehen werden. Die integrierte Werkzeugverwaltung für alle Werkzeugtypen, die separate Bedieneinstellung für Werkzeugbeladung und -entladung sowie die hauptzeitparallele Werkzeugbeladung führen zu einer Optimierung der gesamten Werkzeugorganisation, wird hervorgehoben. Die Werkzeugwechsel-Einheit ist mit einer Antriebseinheit ausgestattet, die Eilganggeschwindigkeiten bis zu 150 m/min ermöglicht.

Zusätzlich zum Dreh-Fräs-Aggregat können die Bearbeitungszentren mit einer weiteren Universalschlitteneinheit ausgerüstet werden, um verschiedene Zusatz-Aggregate aufzunehmen. Die auf der Messe gezeigte Maschine ist zusätzlich mit einem Bohrstangenschlitten ausgerüstet. Komplettbearbeitung, auch inklusive Tiefbohroperationen, kann damit problemlos umgesetzt werden, so der Hersteller.

Wechsel der Bohrstangen erfolgt automatisch

Im ebenfalls vorhandenen Bohrstangenmagazin können bis zu sieben Bohrstangen mit jeweils bis 150 kg Gewicht und 2000 mm Länge aufgenommen werden. Der Wechsel der Bohrstangen erfolgt automatisch. Außer den herkömmlichen Tiefbohroperationen ist auch der Einsatz von NC-Bohrstangen vorgesehen. Dabei wird die Werkzeugschneide über eine unabhängige NC-Achse programmiert – sie kann zusammen mit der horizontalen Bewegung des Bettschlittens (Z-Achse) komplizierte Innenkonturen mit Hinterschnitten bis zu einer Tiefe von 2000 mm und Oberflächenqualitäten von Ra = 1,2 und besser erzeugen, wird vom Hersteller betont.

Designkonzept ermöglicht ergonomisch sehr niedrige Einstiegshöhe

Das richtungweisende Designkonzept, so der Hersteller, ermöglicht eine ergonomisch sehr niedrige Einstiegshöhe in die Maschine. So kann der Bediener beispielsweise zu Mess-, Be- und Entladevorgängen problemlos in den Arbeitsraum eintreten. Weiteres herausragendes Kennzeichen für die hohe Service- und Wartungsfreundlichkeit ist der Servicegang zwischen Maschine und Schaltschrank. Im Vergleich zu den Wettbewerbsmaschinen hat der Lünetten-Schlitten keine offen liegenden Energieketten. Damit können an den Energieketten keine Späne hängen bleiben, und die Reinigungs- und Wartungszeiten werden reduziert.

Niles-Simmons-Hegenscheidt GmbH auf der EMO Hannover 2007: Halle 26, Stand H41

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