Nakamura

Dreh-Fräs-Zentrum weltweit gemeinsam entwickelt

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Zwei patentierte Neuentwicklungen machen Dreh-Fräs-Zentrum produktiver

In der NTJ-100 sind zwei Entwicklungen zum Patent angemeldet. So wurde der obere Revolver um sechs weitere Werkzeugplätze ergänzt, die stirnseitig angeordnet sind. Die sechs unter 45° angeordneten Außendrehhalter sind zwischen den normalen Werkzeugstationen so platziert, dass es durch die Schrägstellung keine Kollisionsgefahr gibt.

Ein anderes patentiertes Detail ist der Teilegreifer auf dem oberen Revolver. Durch einen Servoantrieb lässt sich die Greiferkraft programmieren, wodurch störungsanfällige Überwachungssensoren wegfallen.

Bei der NTJ-100 liegen im oberen Revolver vier Maschinenachsen. Als B-Achse schwenkt der Revolver um +/- 91°. Der Verfahrweg in der Z-Achse misst 1240 mm, in der X-Achse sind es 330 mm und quer zum Teil. Die B-Achse indexiert mittels einer Hirthverzahnung mit 1°-Teilung und kann ebenso durch den Servoantrieb bis 4-achsig interpolieren. Die Positioniergenauigkeit liegt bei 0.001°. Die Klemmkraft beträgt 5 t.

Dreh-Fräs-Zentrum nimmt bis zu 96 Drehwerkzeuge auf

Trotz der wuchtigen Fahrständer-Konstruktion benötigt die B-Achse für einen 180°-Schwenk gerade einmal eine Sekunde. Die rotierenden Werkzeuge im Revolver werden von einem 7,1/2,2-kW-Motor angetrieben, wobei die Kraftübertragung nicht über die von Maschinenkonstrukteuren immer noch gerne genutzte Doppelnutverbindung sondern über eine Spline-Verzahnung nach DIN 5480 erfolgt.

Neben dem oberen Revolver mit der Y/B-Achse integriert die NTJ-100 einen unteren Revolver mit einem Verfahrweg der zweiten Y-Achse von +/- 32,5 mm. Beide Revolver haben durch eine 24-fache Indexierung eine Aufnahmekapazität von bis zu 96 Drehwerkzeugen. Insgesamt sind bis zu 24 einspindlige oder sogar bis zu 48 dopplespindlige rotierende Werkzeuge einsetzbar. Beide Revolver lassen sich den baugleichen Werkstückspindeln frei zuordnen.

Durch ein optional adaptiertes Stangelademagazin kann die NTJ-100 als vollautomatisiertes Dreh-/Fräszentrum für den mannarmen Mehrschichtbetrieb bestens ausgestattet werden. Auch ist die NTJ-100 für die Bearbeitung von Futterteilen in Verbindung mit einer eigens dafür konzipierten Portal-Automation einsetzbar.

Die Programmierung der zehn Maschinenachsen und insbesondere der Schwenkachse ist dank der adaptierten Nakamura-Steuerung IPS in Verbindung mit der bewährten Fanuc-CNC 31 iTB/Manual Guide und der vielen Programmierhilfen einfach. Hierfür bietet Hommel Unverzagt in Ingelheim sowie beim Kunden vor Ort Seminare für Anfänger, Umsteiger und Fortgeschrittene an.

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