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Rund 600 t höchst abrasive, dispersionshaltige Putzgrundierung konnte die herkömmliche, bisher bei Knauf eingesetzte Drehkolbenpumpe fördern. Danach waren die Drehkolben und die Verschleißplatten so stark angegriffen, dass die erforderliche Förderleistung nicht mehr erbracht wurde.
Instandhaltungsaufwand sinkt durch neue Pumpengeneration drastisch
Die hohe Jahresproduktionsleistung auf der Mischanlage führte zu einem erheblichen Instandhaltungsaufwand. In Hochzeiten mussten die Knauf-Mitarbeiter die Pumpe alle drei bis vier Wochen reparieren. Drehkolben und Verschleißplatten mussten bei jeder Reparatur getauscht werden, bei jeder zweiten Reparatur wurde die Wellendichtung gewechselt.
Die positiven Eigenschaften in Sachen Verschleißfestigkeit belegte bereits die erste Inspektion der Tornado T2 bei Knauf nach der doppelten Fördermenge: Deckel und Elastomereinsätze ließen sich leicht demontieren, auch die Förderelemente konnten einfach abgedrückt und entnommen werden.
Im Verhältnis zur vorher verwendeten, konventionellen Drehkolbenpumpe zeigten sich deutlich weniger Verschleißspuren, und das nach doppelter Standzeit. So waren Deckel- und Gehäuseeinsatz praktisch noch neuwertig. Sie wiesen nur geringfügige Ausschwemmungen auf und waren durchaus noch verwendbar. Die Kolben zeigten einen gleichmäßigen Materialabtrag mit Einlaufspuren in der Stirnseite. Die Kolbeneinsätze an den Flanken waren kaum verschlissen.
Fördervolumen und Standzeit mit neuem Pumpenkonzept mehr als verdreifacht
Überzeugend war auch die Kontrolle des Riementriebs: An Doppelzahnriemen und Riemenscheiben war keine Abnutzung festzustellen. Die Riemenspannung hatte sich gegenüber der Auslieferung nur leicht und völlig unkritisch reduziert – trotz des anspruchsvollen diskontinuierlichen Betriebs mit circa 60.000 Lastwechseln seit Inbetriebnahme.
Bis zur ersten Inspektion hatte die Pumpe bereits das doppelte Volumen geliefert als die bisher eingesetzte, konventionelle Drehkolbenpumpe. Zu diesem Zeitpunkt wurde die maximale Drehzahl nur zu 60 % erreicht. Als die Pumpe einen Zeitraum von insgesamt sechs Monaten im Betrieb hinter sich gebracht hatte, konnten die Fachleute von Netzsch sogar feststellen: Nach der drei- bis vierfachen Förderung ergibt sich eine mehr als dreifache Standzeit.
Bei Knauf in Iphofen ist man hochzufrieden mit der Investition in die neue Drehkolbenpumpe. Durch die längere Standzeit fällt für den Baustoffhersteller nur noch ungefähr die Hälfte der bisherigen Kosten für Ersatzteile, Reparaturen und Stillstände an.
* Erwin Weber ist Leiter Produktlinie Tornado bei der Netzsch Pumpen & Systeme GmbH in 84478 Waldkraiburg
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