Koenig Verbindungstechnik Druckbelastung beim Nieten minimiert
Der wachsenden Bedeutung von Blindnietmuttern als Verbindungselement trägt die neue KD-Blindnietmutter von Koenig Verbindungstechnik Rechnung. Das Kürzel KD – kontrollierte Deformation – öffnet dem Anwender einen konstruktiven Spielraum und eine enorme Ausweitung der Anwendungsfelder, wie der Hersteller auf der Hannover-Messe 2009 demonstriert.
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Die durch vier Querbohrungen gewollte Schwächung des Ausknickprofils in exakt definierter Höhe leitet die Knickung genau an dieser Position ein. Ein freies Versetzen der Blindnietmutter ohne Blech bestätigt diese Wirkungsweise. Das heißt: Entgegen der bekannten Notwendigkeit der Abstützung in der Bohrung des Bleches wird kaum Druckbelastung auf das zu bestückende Bauteil eingeleitet.
Kunststoffe, Dämmstoffe und Verbundwerkstoffe leichter vernieten
Das kennzeichnet nach Angaben des Ausstellers einen großen Vorteil dieser Neuheit: Die KD-Mutter erweitert die Nutzung in Aufgaben der Bereiche Kunststoff-, Dämmstoff- und Verbundwerkstoffanwendungen. Diese Materialien können häufig Druckkraft auf der Fläche aufnehmen, jedoch selten in der Bohrung. Durch die KD-Mutter wird die oftmals poröse Struktur des Trägermateriales im Bohrungsbereich nur geringen Spannungen ausgesetzt.
Ein weiteres Plus wird in der achsparallelen, gleichförmigen Ausbildung der Wulst gesehen. Bei Anwendungen mit zwei oder mehreren Bauteilen, die verbunden und gleichzeitig eine Befestigungsstelle für eine spätere Montage eines weiteren Bauteils bieten sollen, eliminiert die KD-Mutter auch eventuell vorhandene Spalte zwischen den Bauteilen indem sie wie ein Blindniet beide Teile beim Setzen zusammenpresst. Die kaum vorhandene Lochlaibung verhindert somit das Verklemmen und Fixieren bestehender Spalte.
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