Kleben Dürr übernimmt Klebetechnik-Spezialist Rickert

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Dürr AG, Bietigheim-Bissingen, baut ihre Aktivitäten in der Klebetechnik aus. Mit Wirkung zum 27. Mai 2010 übernimmt das Unternehmen laut eigener Mitteilung die Helmut Rickert GmbH mit Sitz in Wolfsburg sowie deren Tochtergesellschaft I.N.T. Rickert GmbH. Rickert entwickelt und liefert insbesondere auch Klebetechnik für den Automobil-Rohbau.

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Bereits im Januar hat Dürr die auf Klebetechnik für die Automobil-Endmontage spezialisierte Klaus Kleinmichel GmbH erworben und damit seine Kompetenzen ergänzt (wir berichteten). Durch die Zukäufe biete Dürr nun Systeme für alle klebetechnischen Anwendungen in der Automobilindustrie an.

Systeme zum Kleben und Abdichten von Schweißnähten

Rickert zähle in Deutschland zu den führenden Anbietern von Produkten für das Kleben von Karosserieteilen im Rohbau. Das Unternehmen, das rund 30 Mitarbeiter beschäftigt, biete auch Applikations- und Versorgungssysteme zum Abdichten von Schweißnähten mit PVC (Sealing).

Die 1992 gegründete Rickert-Gruppe erwirtschaftet einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 12 Mio. Euro, heißt es. Im Krisenjahr 2009 habe Rickert einen Umsatz von 7 Mio. Euro und ein positives Betriebsergebnis erreicht. Der Kaufpreis liege im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Klebetechnik wird weltweit vermarktet

Über sein internationales Vertriebsnetzwerk will Dürr die Technik von Rickert und Kleinmichel weltweit vermarkten. Bisher seien beide Unternehmen stark auf Deutschland konzentriert. Die Aktivitäten in der Klebetechnik sind laut Mitteilung Teil des Dürr-Geschäftsbereichs Application Technology, in dem das Lackier- und Sealing-Robotergeschäft angesiedelt ist.

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