Rüstzeitverkürzung Duo aus Formwendeplatte und Werkzeughalter verkürzt Rüstzeit
Bei der Herstellung hochwertiger Riemenscheiben wurde der Prozess auf Formwendeplatten in Kombination mit Capto-Werkzeughaltern umgestellt. Dies führte bei der Drehbearbeitung zu deutlich weniger Rüstzeit, einer höheren Maßhaltigkeit und einer besseren Oberflächengüte.
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Riemenscheiben werden im Automobilbau unter anderem in Lichtmaschinen verbaut, wo sie den Generator antreiben. Bei einer normalen Autobahnfahrt mit rund 5000 Motorumdrehungen pro Minute liegt die Drehzahl der Riemenscheibe bei etwa 15.000 min-1. Die Anforderungen an dieses Bauteil sind klar: möglichst perfekter Rundlauf bei hohen Drehzahlen. Riemenscheiben kommen auch in Klimaanlagen, Waschmaschinen oder auch Werkzeugmaschinen zum Einsatz.
Riemenscheiben erfordern Genauigkeit im Mikrometerbereich
Aber Riemenscheibe ist nicht gleich Riemenscheibe. CNC-Technik Stürmer im unterfränkischen Hösbach produziert für seine Kunden rund 40 verschiedene Arten von Riemenscheiben aus Automatenstahl, in kleinen, mittleren und großen Stückzahlen.
Die Riemenscheiben können dabei vier, fünf, sechs oder noch mehr Rillen haben und sind mit ihren unterschiedlichen Größen und Winkeln eine Herausforderung in Sachen Rüstzeiten und Oberflächengüte. Genauigkeit im Mikrometerbereich, schnelle Reaktions- und Lieferzeiten und vor allem günstige Stückpreise erwarten die Kunden von Stürmer.
Formwendeplatten ermöglichen zusammen mit Werkzeughalter ein Senken der Rüstzeit
Gemeinsam mit dem Drehwerkzeugspezialisten ZWT Zisterer aus Spaichingen wurde intensiv nach Möglichkeiten gesucht, den Drehprozess bei der Herstellung von Riemenscheiben zu optimieren. Die Aufgabe des Drehwerkzeugherstellers war es, die Span-zu-Span-Zeiten deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Maßhaltigkeit und die Obenflächengüte der Riemenscheiben aus 11SMn30-Stahl zu verbessern. Aufgrund der häufigen Typenwechsel bei den Bauteilen sollte außerdem dem Maschinenbediener der Werkzeugwechsel vereinfacht werden.
Die Lösung lag in der Kombination von ZWT-Formwendeplatten mit den stabilen Capto-Werkzeughaltern. Bisher waren die Werkzeugwechsel auf den drei Mori-Seiki-Drehzentren aufgrund der eingesetzten Standard-Drehhalter eher eine zeitintensive Sache und eine mögliche Fehlerquelle, die sich zum Beispiel in Form von Rattermarken äußerte. Damit ist jetzt Schluss.
Mit dem neuen Prozess und der Kombination von Formwendeplatte und Capto-Halter konnte ZWT die Rüstzeit beim Modellwechsel der Riemenscheiben um mehr als zwei Drittel reduzieren. Der Einsatz der Formwendeplatten beim Innen- und Außendrehen brachte aber auch einen deutlich stabileren Zerspanungsprozess. Dies wiederum führte zu mehr Maßhaltigkeit und einer bisher nicht gekannten Oberflächengüte der Riemenscheiben.
Es wird eine reproduzierbare Qualität bei kleinen und großen Stückzahlen erreicht
Die von ZWT auf die jeweilige Riemenscheibenserie maßgeschneiderten Formwendeplatten sind – in Verbindung mit den stabilen Capto-Werkzeughaltern – die Basis eines deutlich wirtschaftlicheren Fertigungsprozesses bei CNC-Technik Stürmer. Ein Prozess, der sich durch reproduzierbare Qualität in kleinen und großen Stückzahlen auszeichnet. Dank der Werkzeuglösung ist das Unternehmen jetzt in der Lage, schneller und flexibler auf Modellwechsel zu reagieren.
* Bettina Bernhard ist Geschäftsführerin der ZWT Zisterer GmbH & Co. KG Werkzeugtechnik in 78549 Spaichingen, Norbert Kraas ist Geschäftsführer der Kraas & Lachmann Werbeagentur GmbH in 72070 Tübingen
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