Oberflächentechnik Durch Kauf des Turbinenherstellers Rutten will Rösler Position in der Strahltechnik stärken

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Rösler in Untermerzbach hat den belgischen Strahlturbinenhersteller Rutten übernommen. Davon verspricht sich der Anlagenhersteller eine Erhöhung des Marktanteils in der Oberflächenstrahltechnik. Die Basis dafür wird in der Langlebigkeit und einer deutlich höheren Abwurfgeschwindigkeit der Turbinen gesehen.

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Strahlturbinen mit y-förmigen Wurfschaufeln gehören zu den jüngsten Entwicklungen des Herstellers Rutten. (Bild: Rösler/Rutten)
Strahlturbinen mit y-förmigen Wurfschaufeln gehören zu den jüngsten Entwicklungen des Herstellers Rutten. (Bild: Rösler/Rutten)

Das Turbinenprogramm von Rutten umfasst Konstruktionen mit gekrümmten bis hin zu γ-förmigen Wurfschaufeln mit zwei Arbeitsflächen. Diese Entwicklung ermöglicht laut Rösler eine einfache motorische oder manuelle Umkehr der Drehrichtung, um die Strahlzone zu vergrößern. Hochfeste Legierungen steigern die Verschleißfestigkeit, die 8- bis 16-mal höher als die von konventionellen Turbinenschaufeln sein soll.

Vermarktung soll „aggressiver“ erfolgen

Von der Übernahme profitiert Rutten bei der Vermarktung. Geht es nach dem Anlagenhersteller, soll sie „aggressiver“ erfolgen. Ziel ist die Vergrößerung des Anwendungskreises. Dazu werden die Turbinen ins Produktprogramm von Rösler aufgenommen. Sukzessive ist die Integration der Turbinenentwicklung und -montage am Standort Untermerzbach geplant.

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