Top 10 Flaute: Welche E-Autos in Deutschland noch gekauft werden

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Mit dem Entfall der Förderprämie ist der Absatz von E-Autos in Deutschland stark zurückgegangen. Die momentan zehn beliebtesten elektrischen Modelle.

Der Volkswagen ID 4 ist zusammen mit dem ID 5 im Jahr 2023 und bislang in 2024 auf Platz 2 der in Deutschland zugelassenen E-Autos.(Bild:  Volkswagen)
Der Volkswagen ID 4 ist zusammen mit dem ID 5 im Jahr 2023 und bislang in 2024 auf Platz 2 der in Deutschland zugelassenen E-Autos.
(Bild: Volkswagen)

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland über alle Marken hinweg fast 530.000 batterieelektrischer Pkw neu zugelassen. E-Autos hatten somit am Gesamtmarkt einen Anteil von gut 18 Prozent. Mit dem kurzfristigen Entfall der Kaufprämie für elektrische Modelle ist der Absatz in 2024 deutlich zurückgegangen: Von Januar bis einschließlich Juni wurden in Deutschland gut 184.000 E-Autos neu zugelassen. Der Marktanteil liegt nun bei etwas über zwölf Prozent.

Zum Vergleich: Vom Tesla Model Y wurden im vergangenen Jahr über 45.000 Stück verkauft. Es ist das meistverkaufte batterieelektrische Auto des Jahres 2023. Es folgen VW ID 4/ID 5 (36.353 Stück), Skoda Enyaq (23.498), Fiat 500 Elektro (22.608) und VW ID 3 (22.270).

An diese Zahlen kommen die Autohersteller momentan nicht heran, wie eine Auswertung aktueller KBA-Statistiken zeigt (Januar bis Juni 2024).

Modell Neu zugelassen (1. Halbjahr 2024) Marktanteil E-Autoabsatz Veränderung Position
1. Tesla Model Y 16.662 9 %
2. VW ID 3 13.310 5 % +3
3. VW ID 4/ID 5 11.119 6 % -1
4. Skoda Enyaq 9.629 5 % -1
5. MG 4 9.159 5 % +8
6. Audi Q4 7.115 4 %
7. Cupra Born 6.244 3 %
8. Mercedes-Benz EQA 5.363 3 % +4
9. BMW iX1 5.345 3 %
10. Volvo EX30 4.941 3 % Neu

Tabelle: Daten des Kraftfahrtbundesamts

Absatz kleiner E-Autos deutlich rückläufig

Aus den ersten zehn Rängen sind der Fiat 500 Elektro (bisher 3.638 Stück), das Tesla Model 3 (4.194) und der Mini Cooper SE (2.064) gefallen. Auch Opel mit seinen Modellen Corsa-E (2.079) und Mokka-E (939) sowie Hyundai (Kona, Ioniq 5) und der Dacia Spring (2.482) haben ordentlich Plätze verloren. In der Käufergunst gestiegen sind hingegen hochpreisige Modelle: Zum Beispiel BMW i4, der mit knapp 4.800 verkauften Einheiten in 2024 aufwartet. Ähnliche Zahlen zeigt die Statistik des KBA für den Mercedes-Benz EQE (4.190). Die Limousine hat somit deutlich mehr Zulassungen erhalten, als der günstigere Mercedes EQB (3.151).

Auch der Audi Q8 (3.244) ist in der Absatztabelle einige Positionen nach oben gestiegen. Ein weiteres Zeichen, dass der Förderstopp vor allem den Absatz von günstigen E-Autos bremst. Für Interessierte Käufer fühlen sich die Preise ohne staatliche Unterstützung offenbar wie eine drastische Preiserhöhung an. Zumal die E-Variante eines Modells oft über 10.000 Euro mehr kostet, als die Basisvariante.

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