Weisensee Effiziente Schmiedelinie für Magnesiumbauteile

Redakteur: Jürgen Schreier

Die im hessischen Eichenzell ansässige Weisensee Warmpressteile GmbH hat eine Schmiedelinie konzipiert, die auf die verfahrens- und werkstofftechnischen Bedürfnisse des Magnesiums abgestimmt ist.

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Die Schmiedelinie ermöglicht die Massenproduktion von Bauteilen aus dem leichtesten aller metallischen Konstruktionswerkstoffe.
Die Schmiedelinie ermöglicht die Massenproduktion von Bauteilen aus dem leichtesten aller metallischen Konstruktionswerkstoffe.
(Bild: Weisensee)

Das endkonturnahe Schmieden von Magnesium-Knetlegierungen erlaubt das Herstellen deutlich leichterer Bauteile. Die beachtliche Massenreduzierung resultiert aus der optimalen Werkstoffausnutzung und der geringen Dichte des Magnesiums. Bisher existiert kein ressourcenschonendes, prozesssicheres Verfahren zur Serienproduktion von geschmiedeten Magnesiumbauteilen.

Dieser Herausforderung hat sich die im hessischen Eichenzell ansässige Weisensee Warmpressteile GmbH angenommen und eine Schmiedelinie konzipiert, die auf die verfahrens- und werkstofftechnischen Bedürfnisse des Magnesiums abgestimmt ist.

Energieverbrauch beim Schmieden um bis zu 60 %verringert

Das neue Anlagenkonzept, das im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Bundesumweltministeriums mit rund 188.000 Euro gefördert wurde, ermöglicht die energetisch hocheffiziente Massenproduktion von Magnesiumbauteilen. Dafür kommt statt der bisher eingesetzten Umluft-Chargieröfen ein kontinuierlich arbeitender Durchlaufofen mit Porenbrennertechnik zum Einsatz.

Das neue Ofenkonzept gewährleistet laut Hersteller die schnelle und verarbeitungsgerechte Erwärmung der Magnesiumrohlinge mit einem um rund 30 % reduzierten Energiebedarf. Ein Handlingsystem legt den schmiedefähigen Werkstoff in die direktangetriebene Spindelpresse ein. Ein Teil der eingesetzten Umformenergie kann zurückgewonnen und in Kondensatoren gespeist werden.

Der Einsatz der für den Schmiedeprozess erforderlichen elektrischen Energie verringert sich dadurch um bis zu 60 %. Aus diesen Energieeinsparungen resultiert eine Reduzierung der CO2-Emissionen von bis zu 111 t pro Jahr.

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