Zollfreiheit EFTA-Staaten unterzeichnen Freihandelsabkommen mit Indien

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Nach 16 Jahren Verhandlungen haben sich die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) und Indien auf ein Freihandelsabkommen geeinigt.

Indien hat gestern mit den EFTA-Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Doch es geht laut dpa-Informationen nicht nur um einen zollfreien Warenverkehr ...(Bild:  N. de Li)
Indien hat gestern mit den EFTA-Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Doch es geht laut dpa-Informationen nicht nur um einen zollfreien Warenverkehr ...
(Bild: N. de Li)

Das neue Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Indien wurde gestern von den Wirtschaftsministern in Neu-Delhi unterzeichnet. Mit dem Abkommen sollen nicht nur Zölle fallen. Die nicht zur EU gehörenden EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island wollen im Zuge dessen auch Investitionen in Indien fördern. Sie streben demnach an, in den kommenden 15 Jahren rund 100 Milliarden US-Dollar zu investieren, wie es in dem Abkommen heißt. Dadurch sollen viele Jobs geschaffen werden, wie der indische Handelsminister Piyush Goyal daraufhin betonte.

Doch auch Großbritannien und die EU setzen auf Indien

Den Abschluss des Abkommens könne die indische Regierung vor der voraussichtlich noch im Frühjahr stattfindenden Parlamentswahl als Erfolg präsentieren. Indien ist nicht zuletzt die fünftgrößte Wirtschaftsmacht und das bevölkerungsreichste Land der Welt, doch es fehlen ausreichend Jobs. Das Land setzte deshalb zuletzt vermehrt auf Freihandelsabkommen und verhandelt unter anderem auch mit Großbritannien und der EU. Beim Thema EU hatte Bundeskanzler Olaf Scholz bei seinem Besuch im vergangenen Jahr „Tempo“ versprochen. Doch bereits 2013 waren Verhandlungen zunächst gescheitert, wie man sich vielleicht erinnert. Im Jahr 2022 wurden die Gespräche dann wieder aufgenommen. Denn die deutsche Wirtschaft sieht große Potenziale in Indien. Spitzenverbände weisen aber zugleich immer wieder auf Probleme für deutsche Firmen hin, weil dort ein vergleichsweise dichter Bürokratiedschungel die Ambitionen ausbremsen kann.

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