Trauer bei Emag Ehemaliger Emag-CEO und Visionär Norbert Heßbrüggen ist tot

Quelle: Pressemitteilung von Emag 3 min Lesedauer

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Der ehemalige Emag-CEO und -Gesellschafter verstarb am 17. September 2023 im Alter von 88 Jahren in seinem Heimatort Salach, wie das Unternehmen heute mitteilt.

Norbert Heßbrüggen hat einen erheblichen Anteil am Erfolg von Emag. Nun ist der Visionär in Sachen Maschinenbau vor Kurzem verstorben, wie das Unternehmen mitteilen muss. Bis zuletzt war er dem Unternehmen verbunden ...(Bild:  Emag)
Norbert Heßbrüggen hat einen erheblichen Anteil am Erfolg von Emag. Nun ist der Visionär in Sachen Maschinenbau vor Kurzem verstorben, wie das Unternehmen mitteilen muss. Bis zuletzt war er dem Unternehmen verbunden ...
(Bild: Emag)

Emag hat dem verstorbenen Norbert Heßbrüggen sehr viel zu verdanken, heißt es. Unter seiner Leitung ab Ende der 1960er-Jahre wurde aus dem kleinen süddeutschen Maschinenbauer nämlich eine weltweit agierende Gruppe mit zahlreichen Tochtergesellschaften. Auch hatte Heßbrüggen die bahnbrechende Idee eines multifunktionalen vertikalen Drehzentrums, das Emag zu nichts weniger als zu einem Technologieführer werden ließ, wie man betont. Heßbrüggen habe das Unternehmen außerdem in besonderer Weise durch seine Persönlichkeit und seine Werte geprägt.

Darüber hinaus entstand unter seiner Verantwortung die bis heute gültige und erfolgreiche Unternehmensstruktur. Deshalb gibt es bei Emag zentrale Produktionsstätten sowie einzelne Technologieunternehmen, die bestimmte Metallbearbeitungsverfahren weiterentwickeln. Das gilt als ein unternehmerisches Konzept mit Weitblick, das perfekt zu den flexiblen Anforderungen des heutigen Marktes passt, wie es dazu passt. Mit seiner effizienten Wertschöpfungskette vermeide es möglichst jede Verschwendung, wie der Visionär es von Anfang an als Ziel ausgegeben habe.

Sein Credo: „Mut gehört zu den wichtigsten Unternehmertugenden!“

Der 1935 in Münster geborene, später studierte Maschinenbauingenieur beginnt bereits im Jahr 1967 bei der damaligen Emag-Mutter Süko seine Karriere. Zunächst ist er aber Werksleiter in einem indischen Werk. 1969 übernimmt er die frei gewordene Stelle als technischer Leiter bei Emag und richtet das Unternehmen neu aus. Dazu gehörten leistungsfähige, automatisierte Maschinen als vorrangiges Ziel, erinnert sich Emag. Als sich bei Süko im Jahr 1975 ein Verkauf von Emag abzeichnet, reagiert Heßbrüggen und übernimmt das Unternehmen im Rahmen eines Management-„Buy outs“. Diesen Begriff kannte man seinerzeit noch gar nicht. Das Ganze war also eher neu und somit eine Herausforderung, die Heßbrüggen nach eigenem Bekunden aber gerne angenommen hat, weil das seiner inneren Einstellung entsprach. Mut, so äußerte er sich einst in einem Interview, gehört zu den wichtigsten Unternehmertugenden.

Ende der 1980er- Anfang der 1990er-Jahre kommt es dann zu einem entscheidenden Schritt. Denn inmitten eines weltweiten Konjunkturrückgangs hat der Experte die Idee zu einer multifunktionalen Pick-up-Maschine, deren vertikale Arbeitsspindel in den Hauptachsen verfahrbar ist. Die Bewegung liegt also im Werkstück und das Werkzeug hingegen ist fest installiert. Er wollte mit dieser Technik seinerzeit alle sinnvollen Bearbeitungen an runden Teilen beherrschen. Und tatsächlich eignet sich das Prinzip bis heute beispielsweise für über 60 Prozent aller runden und auch weniger runden Teile im Fahrzeugbau.

Ein Menschenfreund zementiert den zukünftigen Emag-Erfolg

Von da an ging es für Emag unter Heßbrüggen fast ununterbrochen bergauf, heißt es weiter. Die zum Erfolg dazugehörige VSC-Baureihe etwa kurbelte das Wachstum bereits in den 1990er-Jahren stark an. Danach übernahm Emag auch diverse Unternehmen, um sein Anwendungs-Know-how kontinuierlich auszubauen. Als die Gruppe vor sechs Jahren ihr 150-jähriges Jubiläum feierte, sind weltweit bereits über 12.500 Pick-up-Drehmaschinen, 4.300 Schleifmaschinen und 2.350 Verzahnungsmaschinen im Einsatz. Das Jubiläum begleitet der ehemalige CEO nicht umsonst mit großem Stolz und Freude.

Norbert Heßbrüggen hat auch immer wieder betont, wie wichtig die Mitarbeiter für den Erfolg sind. Er ermutige deshalb die Menschen, an ihrem Arbeitsplatz der „Unternehmer vor Ort“ zu sein. Überhaupt müsse ein gutes Unternehmen ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld bieten. Jede und jeder soll deshalb die Chance haben, sich zu entfalten, um kreativ werden zu können. Als Mensch, heißt es abschließend, freute er sich über das, was andere schafften und blieb immer über die Entwicklungen bei Emag auf dem Laufenden. Und das galt bis zuletzt, denn Heßbrüggen hat sein Lebenswerk regelmäßig am Standort in Salach besucht. Das ganze Unternehmen trauert jetzt über den Verlust seines großen Visionärs.

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