Nachhaltigkeit

EHS-Manager sorgen für Sicherheit in vieler Hinsicht

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Wie kann man sich einen typischen Tag im Leben eines EHS-Managers vorstellen?

Wenn es so etwas wie den typischen Tag gibt, wäre dies eine Kombination aus Projektarbeit bei bestimmten Initiativen wie Reach und RoHS2 und den eher als Routine zu bezeichnenden Aufgaben wie Risikobewertung und Beurteilungen von Gefahrenidentifizierungen. Dazu käme die Reaktion auf nicht vorhergesehene Ereignisse. Beispielsweise habe ich den gestrigen Tag im britischen Littleborough verbracht. Im dortigen Fertigungswerk arbeiteten wir an etlichen Themen. Zum einen erörtern wir mit Kollegen aus den USA und Europa die neuesten Entwicklungen bei RoHS2. Denn Belden bereitet sich derzeit darauf vor, die diesbezügliche Unternehmenspolitik und -prozedur auf den Weg zu bringen. Zum anderen bereiten wir einen anstehenden Besuch im italienischen Werk vor, um die aktuelle Leistung zu prüfen und das jährliche interne Audit durchzuführen. Darüber hinaus besuche ich die monatlichen EHS-Sitzung am Standort, erstelle ergonomische Bewertungen und führe routinemäßige Bewertung zur Gefahrenidentifizierung durch.

Über welche spezifischen Qualifikationen sollte ein EHS-Manager verfügen?

Die erforderlichen Qualifizierungen variieren von Land zu Land. Ich habe eine Nebosh-Qualifikation für Sicherheit und eine IOSH-Qualifikation im Umweltmanagement. So wichtig diese formellen Qualifizierungen auch sind, darf man jedoch den Wert von Erfahrungen und Kenntnissen über die Prozesse und Praktiken am Arbeitsplatz nicht unterschätzen.

Mit welchen verschiedenen Abteilungen innerhalb des Unternehmens arbeiten Sie zusammen?

Ab einem gewissen Punkt bezieht das EHS Management die meisten anderen Abteilungen in unterschiedlich starkem Maße mit ein. Zwar birgt jeder Arbeitsplatztyp Gefahren, doch das Sicherheitsmanagement bei Belden konzentriert sich vorrangig auf die Fertigungsbereiche. Hier bestehen schließlich meist die bedeutenderen Gefahren und die größeren Risiken. Das Umweltmanagement betrifft nicht nur den Arbeitsplatz, wo zum Beispiel Abfallwirtschaft und Luftreinhaltung eine Rolle spielen, sondern auch das Produktmanagement, da sich die Gesetzgebung zu Materialverwendung und -beschränkungen ständig weiterentwickelt. Darum müssen auch Einkaufs-, Technik- und Vertriebsabteilungen miteinbezogen werden.

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