Bauwütiger Seiltänzer Ein neuartiger Seilroboter baut Mauern und Zwischendecken

Quelle: Universität Duisburg-Essen 2 min Lesedauer

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An der Universität Duisburg-Essen (UDE) wurde jetzt ein sogenannter Seilroboter vorgestellt, der das Baugewerbe verändern könnte ...

Hinten ist der spinnenartige Seilroboter zu sehen, der das Bauen revolutionieren könnte. Er wurde an der UDE vorgeführt. Von links: Prof. Dr. Tobias Bruckmann, Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert, Staatssekretär Daniel Sievecke, Prof. Dr. Alexander Malkwitz, Prof. Dr. Dieter Schramm und Dr. Aileen Pfeil.(Bild:  UDE / B. Vierjahn)
Hinten ist der spinnenartige Seilroboter zu sehen, der das Bauen revolutionieren könnte. Er wurde an der UDE vorgeführt. Von links: Prof. Dr. Tobias Bruckmann, Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert, Staatssekretär Daniel Sievecke, Prof. Dr. Alexander Malkwitz, Prof. Dr. Dieter Schramm und Dr. Aileen Pfeil.
(Bild: UDE / B. Vierjahn)

Nicht mehr Menschen müssen sich vielleicht einmal mehr anstrengen, um Gebäude zu errichten, sondern Maschinen führen möglicherweise die digitalisierte Planung aus. Mitte Januar führten sie nämlich die von ihnen entwickelte Robotertechnik vor. Der Seilroboter übernimmt dabei die schwere körperliche Arbeit und führt sie automatisiert und präzise aus. Das habe zur Folge, dass innerhalb weniger Stunden eine komplette Etage fertig gemauert sei. Dann wechselt der Roboter das Werkzeug und platziert Deckenelemente als Basis für das nächste Geschoss, wie es weiter heißt.

Roboter zwingen zum Umdenken in der Baubranche

Die Technik könnte die erlösende Antwort auf den akuten Fachkräftemangel sein, indem sie eben unbeliebte, schwere und monotone Arbeiten übernimmt. Die Forscher sind dazu im Dialog mit Ausbildern und Bauunternehmen, um in Erfahrung zu bringen, wie künftig angehendes Baustellenpersonal den Umgang mit automatisierten Bauverfahren in der beruflichen Aus- und Weiterbildung erlernen kann. Denn die Planungen an einer Baustellen werden dann anderen Regeln folgen müssen, wie die Experten anmerken. Das heißt, dass neue Wege in puncto Mensch-Maschine-Interaktion sowie bei der Baustelleneinrichtung und -logistik zu gehen sind. Diese Wege würden die Forscher nicht ohne Abstimmung mit Bauspezialisten gehen können.

Die passende Software für das Bauen der Zukunft

Diese Kette von Schritten eines Bauvorhabens greift die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsgruppe FOR 5672, das, wie betont wird, Informationsrückgrat des durch Robotertechnik unterstützten Bauens unter der Leitung der Technischen Universität München, auf. Denn hier entwickeln die Roboterspezialisten der UDE Softwaremodelle von Baurobotern. Zusammen mit Softwarebausteinen anderer Universitäten zur Koordination aller Akteure erlaubten diese den simulierten Blick in die automatisierte Baustelle der Zukunft, um entsprechende Prozesse, Bauverfahren und Systeme zu entwickeln und zu optimieren.

Das sind die an der Entwicklung Beteiligten:

Entwickelt wurde die zugrunde liegende Technik am Lehrstuhl für Mechatronik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dieter Schramm. Und das Institut für Baubetrieb und Baumanagement (IBB) um Prof. Dr.-Ing. Alexander Malkwitz brachte seine Expertise rund um den Baubetrieb ein. Unterstützt wurde das Projekt durch die Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. sowie das Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH. An der UDE koordinieren Mechatroniker Prof. Dr.-Ing. Tobias Bruckmann und Bauingenieurin Dr. Aileen Pfeil (IBB) die Arbeit des interdisziplinären Entwicklungsteams.

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