Plörre wird zu Power Ein Start-up aus Mannheim macht aus Abwasser Treibstoff

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Treibstoff aus Abwasser, wie ihn Experten aus Mannheim gewinnen, könnte einen Beitrag zur nachhaltigeren Schifffahrt leisten, wie die dpa meldet.

Seit Jahrzehnten fragt man sich, was man mit all dem Schmuddelwasser machen kann, das die moderne Gesellschaft hinterlässt. Kluge Köpfe aus Mannheim machen daraus nun einfach E-Methanol! Ist das der neue Kurs in eine klimafreundlichere Schifffahrt? ...(Bild:  Klimaguide)
Seit Jahrzehnten fragt man sich, was man mit all dem Schmuddelwasser machen kann, das die moderne Gesellschaft hinterlässt. Kluge Köpfe aus Mannheim machen daraus nun einfach E-Methanol! Ist das der neue Kurs in eine klimafreundlichere Schifffahrt? ...
(Bild: Klimaguide)

Das Mannheimer Start-up Icodos stellt ein neuartiges Verfahren vor, mit dem man aus Abwasser klimaneutrales Methanol gewinnen kann, das Schiffe anzutreiben vermag. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die Idee als Kooperationspartner des Projektes auch gleicht patentiert, wie es weiter heißt. Die jetzt eröffnete Produktionsanlage heißt Mannheim 001 und arbeitet mit der Kläranlage in Mannheim. Damit stehe dort weltweit die erste Anlage mit der in einem integrierten Verfahren Klärgas aus Abwasser in E-Methanol umgewandelt werden könne.

Kleine Kapazität, aber vielversprechender Ansatz

Die Anlage stellt allerdings nur kleine Mengen E-Methanol her, wie die Beteiligten zugeben. Genauer gesagt, erzeugt sie am Tag etwa 50 Liter davon und stellt im Prinzip eine Demonstrationsanlage dar. Aber derzeit baue man schon eine größere, die 15 Mal mehr Methanol erzeugen kann – also gut 750 Liter am Tag. Diese Anlage findet sich in der Nähe von Paris und wird demnach Ende 2026 in Betrieb gehen. Um einen Eindruck zu gewinnen: Ein modernes Containerschiff verfügt laut Icodos über ein Tankvolumen von etwa 16.000 Kubikmeter (16 Millionen Liter) Methanol und kann damit etwa 41.400 Kilometer weit fahren. Das heißt, dass auch die Anlage in Frankreich über 21.333 Tage produzieren müsste, um ein Containerschiff mit Treibstoff zu versorgen. Die Kosten für das Projekt wurden, wie man erfährt, unter anderem durch Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gedeckt. Allein der Wert der Anlage liege bei rund zwei Millionen Euro.

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