ABB kooperiert mit Copa-Data

Ein weiterer Schritt hin zur vernetzten Produktion

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Im Automation Builder können ganze Prozesslinien simuliert werden. Lassen sich hierfür auch reale Daten aus „zenon“ einbinden?

Punzenberger: Sie können alle Daten in „zenon“ lesen: vom Sensor über die SPS, von den Antrieben bis zu den Motoren. Die Daten werden dort gesammelt, gespeichert, analysiert und dann an andere Systeme für Simulationen und Analysen weitergegeben. Wir können die Daten von fast allen Systemen lesen – ganz egal ob Geräte, Datenbanken oder externe Systeme.

Wierod: Das Automation-Builder-Produkt wiederum erzeugt in der Simulation virtuelle Felddaten, die dann von „zenon“ erfasst und verarbeitet werden. Unterstützt durch die Simulation in 3D mit der ABB Robotstudio-Software und einer Interaktion von Sensoren und Aktoren mit der simulierten Realität können wirklichkeitsnahe Signale erzeugt werden. Damit bieten wir wirklich ein System, das mit den Bedürfnissen des Kunden beginnt. Hier wird gefragt: „Was brauchst Du?“ und nicht gezeigt, was wir noch alles können.

Welche Daten werden für die Auswertung herangezogen beziehungsweise welche kann „zenon“ auswerten?

Punzenberger: Zenon kann neben Maschinen- und Produktionsdaten beliebige andere Daten aus dem Feld erfassen, beispielsweise Energie- und andere Verbrauchsdaten. Möglich ist aber auch, Daten aus dem MES oder dem ERP auszulesen oder dorthin zu transferieren. Sobald Daten digital vorliegen, können sie erfasst, analysiert, interpretiert, Muster identifiziert und wahrscheinliche Entwicklungen errechnet werden. Dann kann die Fertigung aus vergangenen Prozessen und eigenen Vorgängen lernen und zum Beispiel Maschinenausfälle verhindern.

Wierod: Alle Betriebsdaten der Maschine werden komplett erfasst und gegebenenfalls mit anderen Produktionsdaten angereichert. Daten können beliebig vorverarbeitet und aggregiert werden. Anschließend erfolgt zum Beispiel ein Transfer der Daten in die Cloud, ins MES oder ins ERP.

Welche Informationen erhält der Anwender nach der Datenanalyse in „zenon“?

Punzenberger: Abhängig von der Anwendung und der Implementierung erhält der Nutzer Informationen und Handlungsanweisungen entweder direkt von „zenon“, oder von den übergeordneten Systemen. Dazu gehören zum Beispiel OEE-Auswertungen, Energieverbrauchsstatistiken, Alarme oder auch Hinweise zur Produktions- oder Verbrauchsoptimierung.

Wierod: Für unsere Antriebskunden ist es wichtig, dass sie mit „zenon“ Datenströme managen können. Die Auswertung kann entweder lokal, in den Produktionssystemen des Kunden, in der Cloud des Kunden oder in der ABB-Ability-Cloud erfolgen. Damit ist eine konzentrierte und selektierte Übertragung der Diagnosedaten unserer Geräte in die ABB-Cloud möglich, während sensible Produktionsdaten beim Kunden bleiben.

Alle vernetzten Geräte in „zenon“ bilden eine Ebene. Wenn man dann beispielsweise eine spezielle Auswertung der Antriebe durchführen will, bringt man die Daten in „zenon“ zusammen. Über Algorithmen können in Zukunft spezifische Analysen wie beispielsweise die Alterung von IGBTs oder Kondensatoren in Antrieben durchgeführt werden. Dieses Drives Condition Monitoring erfolgt in der ABB-Cloud. Die Anzeige erfolgt im mit „zenon“ gestalteten Maschinen-HMI, im Webbrowser des Betreibers oder, falls vom Kunden gewünscht, im ABB Remote-Servicecenter zur Überwachung durch ABB-Experten.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:44564781)