Mensch-Roboter-Kooperation

Eine neue Interaktionsebene von Mensch und Maschinen

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Mit Algorithmen kann der Maschine eine biomechanische Annäherung gelingen

Eine besondere Grenze werden Roboter und wissensbasierte Systeme überschreiten, wenn sie in der Lage sein werden, die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen erfolgreich zu imitieren. Einen entscheidenden Beitrag zu dieser Entwicklung werden neben der Sensorik und Aktuatorik die Algorithmen leisten. Mit ihnen kann es gelingen, die erfassten Daten so einzusetzen, dass die biomechanischen Fähigkeiten einer Maschine sehr nah an die Fähigkeiten von Menschen oder von Tieren reichen werden. In vielen Anwen- dungen werden Algorithmen verwendet, um ein intelligentes Verhalten zu simulieren. Die zentrale Frage bei der Weiterentwicklung dieser wissensbasierten Systeme lautet: Lässt sich das menschliche Gehirn nachahmen und wie schnell wird das gehen?

Bereits heute werden wissensbasierte Systeme genutzt, um in unstrukturierten Daten Muster zu erkennen. Mittels künstlicher neuronaler Netze, also Strukturen, die dem Gehirn nachempfunden sind, können sie sich selbst trainieren und werden so mit der Zeit immer erfahrungsreicher – die Maschine lernt. Vielerorts wird hierbei von künstlicher Intelligenz gesprochen – mittel- bis langfristig verspricht man sich von ihr, dass sie den Menschen nicht nur unterstützt, sondern kreative Prozesse selbst gestalten kann. So können in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen neue Formen der Innovationsarbeit ermöglicht werden – zunächst als digitale Assistenten, später als Schrittmacher. So könnte die Innovationskraft der gesamten Wirtschaft noch einmal gesteigert werden.

Eine Neubewertung der Mensch-Maschine-Kooperation wird dann spätestens zu diesem Zeitpunkt erforderlich sein. MM

* Harald v. Heynitz ist Head of Industrial Manufacturing Deutschland bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in 80339 München, Tel. (0 89) 92 82 12 01, hheynitz@kpmg.com

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