Mit moderner Software ist es eine Leichtigkeit, wertgenerierende Prozesse effizienter zu gestalten und nicht wertschöpfende Tätigkeiten zu minimieren.
Durch das intelligente Prozessdaten-Management erhält die Unternehmensführung einen Überblick über die Leistungen und Schwachpunkte aller Bereiche im Shopfloor.
(Bild: Tectri SA)
Noch nie war der Zeitpunkt für die Optimierung von Produkt- und Herstellungskosten, die Steigerung der Produktivität und den sparsameren Umgang mit Ressourcen so ideal wie jetzt. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sind produzierende Unternehmen aktuell auf messbare, schnell wirksame Verbesserungen und verlässliche Qualitätskontrollen angewiesen. Die einfachste Lösung ist Lean Manufacturing. Die digitale Methode ermöglicht es, die Produktionskapazität mit wenig Aufwand bedeutend zu erhöhen, ohne in neue Maschinen zu investieren. Denn mit einem digitalisierten Shopfloor erlaubt die maßgebliche Senkung der Fertigungs- und Durchlaufzeiten, die Verringerung von Fehlleistungen wie Ausschuss und mehr Flexibilität. Durch wegfallende Prozesse in der Arbeitsvorbereitung, beispielsweise beim Rüsten, entstehen kürzere Produktzyklen, die wiederum kleinere Losgrößen ermöglichen.
Obwohl viele Betriebe mit Neugierde auf moderne Methoden blicken, überwiegt die Skepsis. Dabei existieren heute keine Hindernisse mehr: Die digitale Infrastruktur ist kostengünstig, die Konnektivität und die Rechenleistung für die Verarbeitung großer Datenmengen – Stichwort Big Data – sind gegeben.
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Aus Daten wird Profit
Eine technische Plattform, welche die Konnektivität, den Austausch von Daten und die Basis für spezifische Fertigungsapplikationen schafft, ist Jellix. Das seit 2016 laufend weiterentwickelte Ökosystem ist offen und dadurch mit bestehenden digitalen Firmennetzwerken kompatibel. Jellix versteht sich als Allianz von über 30 Schlüsselakteuren aus der MEM-Branche. MEM steht für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie. Ihr Ziel ist es, auf einer gemeinsamen IIoT-Plattform vernetzte industrielle Anwendungen anzubieten. Der Jellix-Marketplace bietet Platz für viele Applikationen und Konnektoren wie die Hive Digital Suite, die von Brütsch/Rüegger Tools speziell für die MEM-Industrie entwickelt wurde. Die offene Softwarelösung lässt sich mit ERP-, MES- oder PLM-Systemen synchronisieren.
Die Hive Digital Suite führt alle Rohdaten von Maschinen, Werkzeugen, Messmitteln, Intralogistik, Warenbewirtschaftung und Einkauf zusammen und verwandelt sie in wertgenerierende Informationen. Mittels der Reduktion kapitalintensiver Werkzeug- und Messmittelbestände profitieren Anwender von einer höheren Liquidität, ohne die Verfügbarkeit zu gefährden. Die Werkzeugkosten pro Fertigungsauftrag werden damit effizient eruiert, die Kalibrierungskosten verringert und Fehler bei der Tool-Auswahl vermieden.
Die intuitive Software macht technische und betriebswirtschaftliche Daten in Echtzeit auf dem PC oder mobilen Endgeräten verfügbar. Relevante Kennzahlen wie die Maschinenauslastung oder die OEE (Overall Equipment Effectiveness, Gesamtanlageneffektivität) sind mit einem Befehl abrufbar. Die Suite besteht aus vier Applikationen, die die Bereichsleiter immer über den Status der Aufträge informieren. „Shopfloor“ wertet Fertigungs- und Montageprozesse aus, „Inventory“ vereinfacht die Werkzeug- und Messmittelverwaltung und „Worker Instruction“ unterstützt Fertiger mit spezifischen Prozessanleitungen. „Quality Control“ analysiert Messdaten und identifiziert sich abzeichnende Fehler von Chargen. So setzt der intensivierte Informationsaustausch zwischen Qualitätssicherung und Produktion die Qualität auf ein höheres Niveau.
Sich durchgängig fit machen
Mit der Hive Digital Suite werden darüber hinaus alle historisierten Messdaten oder Kalibrierzertifikate mit einem Klick abrufbar. Dies stellt auch die Rückverfolgbarkeit von Produkten und Prozessen sicher – ein essenzieller Vorteil für anspruchsvolle Branchen wie die Medizintechnik, in der jeder Einsatz von Messinstrumenten dokumentiert und rückverfolgbar sein muss. In Ergänzung mit einem professionellen Werkzeug- und Messmittelmanagement und einer mehrstufigen Qualitätssicherung, die der Produktion laufend Verbesserungshinweise liefert, ist die Software ein gutes Hilfsmittel für die einfache und zeitnahe Umsetzung von Lean Manufacturing. Denn sie eliminiert die digitalen Lücken entlang der Prozesskette und transformiert diese in wichtige Informationsgeber.
Stand: 08.12.2025
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Das Ziel ist eine Smart Factory mit digital gesteuerten Prozessen vom Wareneingang bis zur Endkontrolle. Das Personal wird von manuellen Tätigkeiten wie der Erfassung von Messdaten entlastet und erhält Zeit für das wichtigere Monitoring. Konkret: Fertiger erkennen Probleme früher, können bei kritischen Ereignissen sofort eingreifen, Programme korrigieren und Maschinenstillstände verhindern. Die digitale Transformation erfolgt, je nach Möglichkeiten des Unternehmens, als iterative Weiterentwicklung bis hin zu selbststeuernden Regelkreisen.
* Luca Meister ist freier Fachjournalist aus Zürich. Weitere Informationen: Brütsch/Rüegger Tools in 8902 Urdorf (Schweiz), Tel. +41 44736 6363, info@brw.ch