Schäumtechnik auf der Fakuma 2017 Einfache Alternative zum physikalischen Schäumen per Spritzgießmaschine
Die Protec Polymer Processing GmbH entwickelt momentan ein Peripheriesystem, mit dem sich ein neues Verfahren zum physikalischen Schäumen von Polymeren problemlos in vorhandene Spritzgussanlagen integrieren lässt, wie es heißt. Halle B3, Stand B3119.
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Bei dem innovativen Prozess, der vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid (KIMW) und der Linde AG kürzlich vorgestellt wurde, wird ein getrocknetes Granulat in einem Druckbehälter mit CO2 angereichert und anschließend der Spritzgießmaschine zugeführt. Damit vereint das neue Verfahren die einfache Handhabung chemischer Schäumprozesse mit dem hohen Aufschäumdruck des physikalischen Schäumens. Auch bei geringen Wanddicken sind gute Schäumergebnisse und somit erhebliche Materialeinsparungen möglich.
Externe Kohlendioxidbeladung sichert das stundenlange Schäumen
Die externe CO2-Beladung wurde bereits an verschiedenen Kunststoffsorten getestet, diese sind über mehrere Stunden hinweg reproduzierbar schäumfähig. Mit der integrierten Peripherielösung von Protec wird die Innovation künftig für einen breiten Anwenderkreis industriell nutzbar.
Das neue System können Unternehmen künftig rasch in ihre Fertigung integrieren, da vorhandene Spritzgießmaschinen je nach Typ gar nicht oder nur minimal modifiziert werden müssen.
Trio aus Peripheriesystemen bereitet das Schäumen vor
Die Vorbereitung und Zuführung des Granulats erfolgt voll automatisiert über eine integrierte Peripherielösung von Protec, die aus Trockner, Autoklav und Fördereinheit besteht. Da diese mehrere Maschinen gleichzeitig beliefern kann, lassen sich sowohl kleine als auch große Chargen wirtschaftlich fertigen. Zentral bedient wird die integrierte Anlage über eine netzwerkfähige SPS-Steuerung, mit der bereits heute alle Trockner und Dosierer der Somos-Produktlinien von Protec ausgestattet sind.
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