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Entsprechend dem in der Anlage genutzten Konzept wird eine Zykluszeit des überlagerten Netzes von typischerweise 2 ms verwendet. Im Beispiel der Dämmplattenpresse werden die Daten an der Axioline-F-Station demnach jeweils nach 2 ms vom überlagerten Datennetz abgeholt. Durch den Synchronisationsmechanismus startet der Analogeingang die Messung nach 1,746 ms, weshalb die Analogdaten so aktuell wie möglich an den Zyklus des überlagerten Netzwerks übergeben werden können. Das Verfahren lässt sich auch auf einen im Netz gültigen Synchronisationsimpuls anwenden. Dies ermöglicht eine absolut deterministische und synchrone Kommunikation, selbst wenn sich die Analogmodule in zwei getrennten I/O-Stationen befinden. Somit können teure Regeleinheiten entfallen, weil sie durch das synchrone Axioline-F-I/O-System ersetzt werden.
Das überlagerte Datennetz bestimmt die Synchronisationsleistung
Die elektrische Königswelle zum Verfahren beweglicher Maschinenteile stellt ein weiteres Beispiel dar. Zur Erfassung der Position des zu verschiebenden Elements lassen sich mehrere räumlich getrennte SSI-Lineargeber einsetzen, wobei jeder Geber einem Antrieb zugeordnet sein kann. Aufgrund des synchronen Auslesens der SSI-Lineargeber werden nicht nur die aktuelle Position, sondern auch einzelne Soll/Ist-Abweichungen im Vergleich zu den anderen Antrieben ermittelt. Dies ist besonders dann wichtig, wenn sich mechanische Elemente nicht verkanten dürfen. Wegen der synchronen Positionserfassung können kostengünstige Antriebe Maschinenelemente einfach und wirtschaftlich parallel verfahren (Bild 4).
Durch das unabhängige Konzept der Produktfamilie Axioline F lassen sich mit den genannten Kommunikationsprotokollen Profinet IRT, Sercos III und Ethercat Synchronisationsfunktionen realisieren. Denn der Axioline-F-Lokalbus ermöglicht eine genaue Umsetzung der Synchronität über das Datennetz bis in die Anwendung. Dabei bestimmt nicht Axioline F die Leistung der Synchronisierung, sondern allein das überlagerte Netz. Das neue I/O-System von Phoenix Contact trägt also dazu bei, Lösungen für komplexer werdende Automatisierungsaufgaben zu vereinfachen, sodass der Anwender Zeit bei der Planung und Realisierung seiner Applikation einspart. MM
* Dipl.-Ing. Stefan Pollert ist Mitarbeiter im Produktmarketing I/O-Systems des Geschäftsbereichs I/O and Networks der Phoenix Contact Electronics GmbH in 31812 Bad Pyrmont
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