Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen Elektromagnetischer Dämpfer mit adaptiver Regelung

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Beim Scherschneiden in Pressen führt aufgrund der hohen Steifigkeit und der geringen Dämpfung des Antriebs der Schnittschlag zu Stößelschwingungen mit Frequenzen oberhalb von 100 Hz, konstatiert das Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz-Universität Hannover in seiner Ankündigung zur Hannover-Messe 2009.

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Durch diese Schwingungen ergibt sich ein erhöhter Stempelverschleiß durch eine reibende Relativbewegung zwischen Stempel und Werkstück. Wie erklärt wird, kann der Stempelverschleiß durch Dämpfung der Schwingung verringert werden, wodurch die Standzeit des Werkzeugs erhöht und die Belastungen der Maschine verringert werden. Mit den am Markt verfügbaren hydraulischen Dämpfern oder Reibungsdämpfern können aufgrund der geringen Dynamik diese Schwingungen nicht wirksam gedämpft werden.

Deshalb wurden am Institut vier hochdynamische, kompakte Doppelkammer-Linearmotoren entwickelt, die hinsichtlich Dynamik und Fertigungstechnik optimiert wurden. Aufgrund der kompakten Bauweise und der hohen Dynamik sei ein Einsatz dieser Linearmotoren in anderen Bereichen der Fertigungstechnik denkbar.

Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz-Universität Hannover, Halle 2, Stand C10

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