ACE Stoßdämpfer Elektronik verleiht Industrie-Stoßdämpfer mehr Flexibilität und Funktionalität

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die aktive Schwingungsdämpfung wird flexibel. Im Gegensatz zu passiven Dämpfungselementen ermöglicht sie, automatisch sehr unterschiedliche Aufprallmassen linear und rückstoßfrei abzubremsen – und das bei unterschiedlicher Aufprallgeschwindigkeit, wie die ACE Stoßdämpfer GmbH auf der Hannover-Messe 2009 zeigt.

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Grund dafür ist die Ausstattung der Stoßdämpfer mit elektronischer Regelungstechnik, Aktor- und Sensorik. Dadurch kann mit einem einzigen Dämpfungselement sogar ein viel größerer Gewichtsbereich als mit einem konventionellen selbsteinstellenden Stoßdämpfer abgedeckt werden.

Elektronik bei Stoßdämpfern ist im Trend

Für Heiner Tapken liegt darin der Trend bei Industrie-Stoßdämpfern. Am Stand der ACE Stoßdämpfer GmbH macht der Projektmanager das anhand mehrerer Exponate deutlich. Das elektronische Komponentenspektrum reiche dabei bis zu Vibrationssensoren für die Prozessüberwachung im Sinne von Condition Monitoring, berichtete der ACE-Manager auf der Messe.

Diese Sensoren werden formschlüssig in Aktoren wie Linearzylinder, Drehmodulen oder Greifer installiert. Dort erfassen sie permanent im Arbeitsprozess entstehende Vibrationen oder Stöße.

Geht die Belastung über die voreingestellten Sollwerte hinaus, „schaltet“ der Sensor. Aufgrund der Anbindung an ein Condition-Monitoring-System wird der Arbeitsprozess unterbrochen. „Teuere Reparatur- und Wartungskosten können so vorbeugend vermieden werden“, erläuterte Tapken.

Neuer Stoßdämpfer passt Dämpfung automatisch an

Auffälligstes Exponat am Stand ist ein Demonstrationsgerät mit einem Stoßdämpfer der Serie Magnum von ACE. Die Einstellung dieses Dämpfungselements, die üblicherweise von Hand erfolgt, wird automatisch der jeweiligen Aufprallmasse und -geschwindigkeit angepasst. Das geschieht über einen kleinen Schrittmotor, der mit dem Einstellsegment des Dämpfers gekoppelt ist.

Eine Software ermittelt die erforderliche Dämpfereinstellung. Dazu erfasst ein Sensor das Gewicht, die Geschwindigkeit wird über den Winkel der Aufprallstrecke berechnet. „Das Ergebnis ist eine optimale Abbremsung sehr unterschiedlicher Massen“, erläuterte Tapken. Das Prinzip der flexiblen, motorischen Dämpfungseinstellung wird inzwischen bei einem Projekt in der Metallbearbeitung umgesetzt.

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