ASA Elektronische Transfersysteme ersetzen mechanische Systeme
In den vergangenen Jahren hat sich die Verwendung elektronischer Transfersysteme anstelle von mechanischen Systemen erfolgreich bewährt. Die große Flexibilität in der Anpassung der
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In den vergangenen Jahren hat sich die Verwendung elektronischer Transfersysteme anstelle von mechanischen Systemen erfolgreich bewährt. Die große Flexibilität in der Anpassung der Transferbewegung an die Erfordernisse des Werkzeugs und der Teile ist hier besonders hervorzuheben. Sie vereinfacht die Werkzeugherstellung und erlaubt auch die automatische und gleichzeitig wirtschaftliche Herstellung kleiner Produktionsmengen durch Anpassung des Transfers nur durch Eingabe der geänderten Bewegungsdaten.
Es gibt jedoch verschiedene Wege der Konfigurierung des mechanischen Aufbaus und technischen Konzepts eines elektronischen Transportsystems, die von mehr oder weniger großem Nutzen für den jeweiligen Kunden sind. Die Zielsetzungen für die hier beschriebenen technologischen Designs der zur Dieffenbacher-Gruppe gehörenden ASA GmbH, Walzbachtal, sind folgende:
- Klarer, platzsparender und leistungsfähiger mechanischer Aufbau
- Höchstmögliche Produktivität
- Sorgsamer Transport der Teile und exakte Positionierung
- Einfache Bedienung und hohe Verfügbarkeit
Mechanischer Aufbau: Der Aufbau eines 3-Achs-Transfers außerhalb der Pressenständer mit weit herausstehender Konsole für den Einlauf ist normalerweise üblich.
Abbildung 1 zeigt zum Vergleich eine geänderte Ausführung, die weitgehend in den Pressenrahmen integriert und mit platzsparendem Direktantrieb für die Greiferschienen ausgestattet ist.
Mit einem optionalen zweiten Antrieb für die Schließbewegung der Transferschienen ist es möglich, beide Schienen unter Verwendung federbelasteter Greifer zu öffnen und zu schließen. Dies bietet die folgenden Vorteile:
- Verkürzung der Schienenführung, Reduzierung der Vibration und höhere Nachgiebigkeit verbunden mit sorgsamerem Teiletransport
- Nur geringfügige geometrische Projektion über die Pressenrahmen und Einfluss auf benachbarte Systemkomponenten
- Vermeidung der großen Einlaufkonsole und Schaffung von Raum für Platinenlader oder Entstapelungseinrichtungen
- Mögliche Verwendung federbelasteter Greifer
Als zusätzlicher Kundennutzen kann der Transfer in hängender, stehender oder kombinierter Konfiguration hängend/stehend installiert werden. Dies ermöglicht dem Kunden Flexibilität zur Erfüllung seiner Fertigungsbedürfnisse. Falls ein separater Platinenlader benötigt wird, empfiehlt sich die stehende Anordnung des Transfereingangs, um freien Zugang zum Platinenlader zu ermöglichen. Bei Anbau einer Fördereinrichtung am Pressenausgang ist die hängende Installation am besten geeignet.
Synchronisation durch geschlossenen Regelkreis
Die wichtigste Funktion bei elektronischen Transportsystemen ist die Harmonisierung der Pressen- und Transfer-Bewegungen mit dem Ziel der größtmöglichen Flexibilität bei einfacher Bedienung. Die technischen Steuerungsmöglichkeiten für die Harmonisierung können realisiert werden durch Nockensteuerung oder geschlossenen Regelkreis.
Deren technische Vorteile haben ASA in die Lage versetzt, eine komplette Synchronisation der Transfer- und Pressenbewegung in einem geschlossenen Regelkreis zu realisieren. Dies bedeutet, dass Transfer und Presse bei jeder Geschwindigkeit, in jeder Stellung und Arbeitsrichtung der Presse synchron sind. Dank der direkten, gleitenden Synchronisation erfolgt der Wiederanlauf nach Stop, ohne dass ein Rücklauf zur Grundstellung erforderlich ist. Der Transfer verhält sich zur Presse wie ein mechanischer Transport, besitzt jedoch die Flexibilität eines elektronischen Transfers bei der Konfiguration der Hübe und Bewegungskurven. Dies bietet Vorteile wie die folgenden:
- Höhere Produktionsleistung durch Reduzierung der Sicherheitsintervalle und flexible Anpassung der erforderlichen Hübe
- Kein Nachstellen der Synchronisiernocken bei den verschiedenen Pressengeschwindigkeiten
- Synchronisierte Einrichtbewegung
- Erhöhte Verfügbarkeit durch Anlauf ohne erforderlichen Rücklauf zur Grundstellung nach einem Systemfehler
- Sehr vereinfachte Programmierung und Bedienung
Optimierung der Transferbewegung
Nach Programmierung der Bewegungskurven des Transfers wird die mögliche Anzahl der Hübe automatisch vorgegeben und mögliche Programmierungsänderungen zur Erhöhung der Hubzahl werden vom Steuerungssystem vorgeschlagen. Dadurch wird auch eine sanftere und gleichmäßigere Bewegung der Teile erreicht. Dies verringert erheblich die Eingewöhnungszeit bis zum Erreichen der optimalen Produktion.
Greifersteuerung mit Zeitausgleich
Statische oder gleitende Steuerung der aktiven Greifer und die Rückmeldung der Stellungssignale können ausgewählt werden. Bei Steuerung über gleitende Nocken gibt es einen Schaltzeitausgleich, wobei der Ausgleich immer an die entsprechende Pressengeschwindigkeit angepasst wird. Dies bedeutet, dass die Greifer, unabhängig von der Geschwindigkeit, immer am selben geometrischen Ort eingreifen, was zu sicherem Transport der Teile führt.
Andere Funktionen
Eine weiche Transferbewegung entsprechend dem Bewegungsgesetz eines Polynoms 5. Ordnung ist immer Standard, wie auch die Überwachung des Transportstatus und eine 3-dimensionale Fehleranzeige. Dies sind weitere Kundennutzen und ergänzen die anderen, bereits genannten wesentlichen Vorteile zur Bereitstellung des höchstmöglichen Produktionspotenzials für die Anwender.
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