Smart bekleidet Elektrotextilien mit nur einer Fingerbewegung steuern

Quelle: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie es heißt, sind sogenannte elektronische Textilien beliebt, doch war die Kombination aus Stoff und Elektronik bisher nicht so einfach machbar. Das hat sich nun offensichtlich geändert ...

Premiere! Magnetoresistive Sensoren in Textilien bieten im Vergleich zu kapazitiven Sensoren gravierende Vorteile. So werden Kleidungsstücke zur robusten Mensch-Computer-Schnittstelle. Hier mehr dazu ...(Bild:  Freie Universtität Bozen)
Premiere! Magnetoresistive Sensoren in Textilien bieten im Vergleich zu kapazitiven Sensoren gravierende Vorteile. So werden Kleidungsstücke zur robusten Mensch-Computer-Schnittstelle. Hier mehr dazu ...
(Bild: Freie Universtität Bozen)

Ein Team der Nottingham Trent University, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Freien Universität Bozen hat, wie betont wird, waschbare und langlebige elektronische Textilien mit Magnetfeldsensoren entwickelt, die ihren Einsatz in Funktionsbekleidung ermöglichen könnten. Die Forscher demonstrierten, wie man winzige flexible und hochempfindliche magnetoresistive Sensoren in geflochtenen Garnen unterbringen kann, die mit der üblichen Textilherstellung kompatibel sind. Solche Kleidungsstücke könnten mithilfe eines Rings oder eines Handschuhs mit integriertem Miniaturmagneten vielseitig eingesetzt werden. Die Sensoren sind dabei nahtlos in das Textil eingearbeitet, während die Position der Sensoren durch farbige Bereiche oder Stickereien angezeigt werden kann. So können sie als berührungslose Bedienelemente fungieren, heißt es weiter.

Die Mensch-Computer-Schnittstelle zum Anziehen

Die Technik, mit der man sogar an textilbasierte Tastaturen denken könne, ließe sich in Kleidung und andere Textilien integrieren. Sie funktioniere auch unter Wasser, sowie bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen und halte den Waschprozess aus. Als Clou nennen die Forscher das Resultat, dass die magnetoresistiven Sensoren im Gegensatz zu üblichen kapazitiven Sensoren nicht versehentlich aktiviert werden können. Steckten diese Sensoren in Alltagskleidung, könnten Menschen mit Computern, Smartphones, Uhren und anderen vernetzten Geräten interagieren und ihre Kleidung in eine tragbare Mensch-Computer-Schnittstelle verwandeln. Das Ganze könnte in Bereichen wie Temperatur- oder Sicherheitskontrollen für Spezialkleidung, in Spielen oder in interaktiver Mode eingesetzt werden. Beispielsweise, indem die User mit einfachen Gesten LEDs oder andere in die Textilien eingebettete Leuchtmittel steuern. Per funktionellem Armband (Bild) gelinge auch die Navigation in einer virtuellen Umgebung (VR). Zum ersten Mal könnten waschbare magnetische Sensoren so unauffällig wie noch nie in Textilien integriert werden.

(ID:50344544)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung