AHC Oberflächentechnik Eloxalschutz ermöglicht echte Wasser-Simulationen

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Stadt Lippstadt hat ein Flutmodell eingeweiht, dessen Kernstück eine Aluminiumplatte mit technisch eloxierter Oberfläche ist. Die Idee zu einem Flutmodell, mit dem sich verschiedene Hochwasserstände in Lippstadt simulieren lassen, entstand bereits vor Jahren aus der Erkenntnis, dass es in Lippstadt trotz des Leitmottos „Licht-Wasser-Leben“ kein Wasserspielobjekt gab.

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Max Jungeblodt, Geschäftsführer des Ideal-Werks in Lippstadt und Initiator des Projektes, mit Besuchern am Lippstädter Flutmodell. Die Reliefplatte aus Aluminium wurde von AHC technisch eloxiert.
Max Jungeblodt, Geschäftsführer des Ideal-Werks in Lippstadt und Initiator des Projektes, mit Besuchern am Lippstädter Flutmodell. Die Reliefplatte aus Aluminium wurde von AHC technisch eloxiert.
(Bild: AHC Oberflächentechnik)

Max Jungeblodt, Geschäftsführer des Ideal-Werks, und seine Frau Stefanie baten schließlich Verwandte, Freunde und Bekannte anstelle von Geburtstagsgeschenken um Spenden zur Finanzierung eines Flutmodells. Dessen Kernstück ist eine massive Aluminiumplatte mit einem Gewicht von über 700 kg, einer Länge von 1,5 m und einer Breite von 0,8 m. Ein 3D-Modell der Altstadt wurde vollautomatisch aus dem Vollen gefräst. Die AHC Oberflächentechnik GmbH in Kerpen nahm sich laut eigener Mitteilung der Oberflächenveredelung der Aluminiumplatte an.

Die Stadt Lippstadt hat ein Flutmodell eingeweiht, dessen Kernstück eine Aluminiumplatte mit technisch eloxierter Oberfläche ist. Die Idee zu einem Flutmodell, mit dem sich verschiedene Hochwasserstände in Lippstadt simulieren lassen, entstand bereits vor Jahren aus der Erkenntnis, dass es in Lippstadt trotz des Leitmottos „Licht-Wasser-Leben“ kein Wasserspielobjekt gab.

Harte und dicke Eloxalschicht widersteht sauren und alkalischen Angriffen

Per Druckspüler kann das Flutmodell mit Wasser geflutet werden. Der Lippepegel lässt sich mit einem Schieber auf der gegenüber liegenden Seite regulieren. Auf diese Weise können die verschiedensten Hochwasser-Szenarien simuliert werden, angefangen vom Normalzustand bis hin zum Höchststand der Flut von 1965, der so genannten Heinrichsflut.

Die Oberfläche der Aluminium-Platte wurde durch das Verfahren Technisch Eloxal von AHC in eine dichte und harte Oxidschicht umgewandelt. Diese ist beständig gegenüber chemischen Stoffen im Bereich von pH =5 bis pH = 8. Bei entsprechender Schichtdicke und Verdichtung widersteht eine Technisch-Eloxal-Schicht sogar kurzzeitig sauren oder schwach alkalischen Angriffen.

Schicht aus amorphem γ-Aluminiumoxid fest mit dem Grundmaterial verbunden

Zur Erzeugung der Oxidschicht wird das Aluminiumwerkstück als Anode an eine Stromquelle angeschlossen und in ein mit Elektrolytflüssigkeit gefülltes Beschichtungsbad gehängt. Die Kathode befindet sich am Badrand. Durch die Einwirkung des elektrischen Stromes entsteht während der Elektrolyse an der Werkstückoberfläche (Anode) atomarer Sauerstoff. Dieser verbindet sich mit den Aluminiumionen, die sich an der Grenzfläche zwischen Elektrolyt und der Bauteiloberfläche bilden, zu amorphen γ-Aluminiumoxid, das mit dem Grundmaterial über atomare Bindungskräfte fest verankert ist. Die Oxidschicht wächst zu einem Drittel aus der ursprünglichen Metalloberfläche heraus und zu zwei Dritteln in das Grundmaterial hinein.

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