EMO-Event Chinas Fertigungsindustrie setzt auf Partner in der Welt

Quelle: Vogel Communications Group 4 min Lesedauer

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Am Eröffnungstag der EMO 2025 fand das Event „Pionier der Industrie“ – EMO China Day nebst Medienkonferenz zum Thema „Chinesische Pionierunternehmen gehen global“ plus Preisverleihung „Pionier der Industrie“, statt.

Die EMO 2025 war auch der Schauplatz des EMO China Day. Unter anderem diskutierten chinesische Unternehmer dabei mit Benedikt Hofmann (rechts), dem Chefredakteur vom MM Maschinenmarkt, über neue Wege, die der chinesische Maschinenbau derzeit gehen will ...(Bild:  VCG)
Die EMO 2025 war auch der Schauplatz des EMO China Day. Unter anderem diskutierten chinesische Unternehmer dabei mit Benedikt Hofmann (rechts), dem Chefredakteur vom MM Maschinenmarkt, über neue Wege, die der chinesische Maschinenbau derzeit gehen will ...
(Bild: VCG)

Die besondere Veranstaltung, ausgerichtet von Beijing JVMA Media und der Vogel Communications Group (VCG), hatte zum Ziel, eine hochwertige Plattform für einen tiefgehenden Dialog zwischen der chinesischen Fertigungsindustrie und dem europäischen Markt zu bieten. An dem Treffen nahmen über 70 Vertreter der Branche aus China und Deutschland teil. Die Veranstaltung „EMO China Day“, die am ersten Tag der EMO stattfand, wurde dabei zu einem wichtigen Ereignis für den Dialog zwischen der chinesischen Fertigung und der Welt, wie es weiter heißt. Die Veranstaltung begann mit den Vorträgen von Li Guangyi, stellvertretender Generaldirektor der Beijing JVMA Media Advertisement Co., Ltd., und Gerd Kielburger, Leiter der internationalen Geschäftsstrategie bei der VCG. Guangyi machte dabei klar, dass die Zusammenarbeit die einzigartigen Vorteile beider Seiten unterstreicht und eine Unterstützungsplattform für chinesische Unternehmen schafft, die global tätig werden wollen, indem sie die globale Perspektive mit lokaler Basis verbinden. Und Gerd Kielburger erlaubte tiefe Einblicke in den aktuellen Stand der europäischen Produktion. Auch gab es von ihm eine Analyse der Beschaffungsanforderungen der Endkunden und Tipps für das Auslandsmarketing aus dem Erfahrungsschatz der VCG. Derzeit vollziehe die chinesische Fertigung nicht weniger als den Übergang von der Skalenerweiterung zu Wertsteigerung. Global zu werden bedeutet laut Kielburger deshalb nicht mehr einfach nur auf den Produktexport zu setzen, sondern eine umfassende Erweiterung von Technologie, Service und Marke zu schaffen. Diese Entwicklung habe man auf der EMO auch eindrucksvoll demonstrieren können.

Über 70 Teilnehmer ließen sich den EMO China Day am 22. September nicht entgehen. Rechts im Bild sieht man Gerd Kielburger, Leiter der internationalen Geschäftsstrategie bei der Vogel Communication Group, bei seinem Vortrag zum Thema Zusammenarbeit mit China.(Bild:  VCG)
Über 70 Teilnehmer ließen sich den EMO China Day am 22. September nicht entgehen. Rechts im Bild sieht man Gerd Kielburger, Leiter der internationalen Geschäftsstrategie bei der Vogel Communication Group, bei seinem Vortrag zum Thema Zusammenarbeit mit China.
(Bild: VCG)

Chinas Markt stimmt mit dem europäischen durchaus überein

Gao Jing, der kaufmännischer Direktor der Shanghai Top Numerical Control Technology Co., Ltd. (Top-NC) ist, teilte mit dem Auditorium die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens aus der Perspektive einer praktisch ausgerichteten Strategie. Ausgehend von „High End“-Ausrüstung für die Luft- und Raumfahrt hat Top-NC etwa erfolgreich in die allgemeine Fertigung expandiert, wobei die Produkte in verschiedenen Branchen wie der Medizin, in Fahrzeugen sowie in der Halbleitertechnik und der Robotik zu finden sind. Die selbst entwickelten Kernkomponenten wie CNC-Systeme und Elektromotorspindeln sowie die 5-Achs-Werkzeugmaschinen (Kunpeng und Phantom) punkten etwa in Sachen Präzision und Effizienz. Auch sind sie für die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen ausgelegt, wie man erfährt. Hinsichtlich der Internationalisierung hat Top-NC auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Hamburg zu bieten. Das Unternehmen sucht übrigens noch aktiv nach Kontakten zu ausländischen Vertriebspartnern, um den globalen Ressourcenaustausch zu fördern und eine „Win Win“-Situation für hochwertige CNC-Ausrüstung zu schaffen.

Der Höhepunkt des EMO China Day war die Podiumsdiskussion

Eine Podiumsdiskussion auf dem EMO China Day avancierte nach Aussage der Beteiligten zum Höhepunkt. Moderiert wurde diese von Benedikt Hofmann, dem Chefredakteur des Fachmagazins MM Maschinenmarkt. Die Diskussionsteilnehmer waren Gao Wenming, European Business Director von Shandong Weida, Acer Chou, Präsident von Jingdiao Europe, Chen Hao, Technischer Direktor von Top-NC, und Su Guojiang, General Manager von Achteck Tool. Diese Experten waren sich einig, dass der europäische Markt – insbesondere Deutschland – ein zentrales Ziel ihrer Globalisierungsstrategie ist. Denn durch die kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität, die Stärkung der technologischen Innovation, den Aufbau lokaler Servicenetzwerke und durch die aktive Suche nach regionalen Partnern, können noch bestehende kulturelle Barrieren überwunden und langfristige Vertrauensbeziehungen aufgebaut werden. Wenming betonte: „Vertrauen ist nicht angeboren, sondern wird durch solide Partnerschaften erworben.“ Und Weida hat in Märkten wie Italien und Portugal ein tief integriertes Modell übernommen, Servicezentren errichtet, lokale Teams aufgebaut und europäische Ingenieure eingeladen, in seiner chinesischen Zentrale Schulungen zu absolvieren. Dieses Modell hebe die Kundenbeziehungen von einer „2-Unternehmen“-Ebene auf ein familienähnliches Niveau. Weida wendet diese gemachte Erfahrung nun konsequent auf den europäischen und deutschen Markt an, um dort prägend einzuwirken.

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