Nachhaltigkeit und Automatisierung
Mut zur Modifikation

Ein Gastbeitrag von Michael Graf, Leiter Packaging Competence Center, Gerhard Schubert GmbH 6 min Lesedauer

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In Verpackungsmaschinen schlummert Potenzial – nicht nur fürs Handling und Abpacken diverser Konsumgüter. Sie bieten auch eine Fülle an Stellschrauben, um energiesparend zu produzieren.

Leicht wechselbare Formate – hier bei einer Schlauchbeutelmaschine – ermöglichen den Einsatz energiesparender Siegeltechnologien.(Bild:  Gerhard Schubert GmbH)
Leicht wechselbare Formate – hier bei einer Schlauchbeutelmaschine – ermöglichen den Einsatz energiesparender Siegeltechnologien.
(Bild: Gerhard Schubert GmbH)

Es müssen nicht immer die Materialien sein: Zwar führt der Weg von EU-Verordnungen wie der Packaging & Packaging Waste Regulation (PPWR) direkt zu den Packstoffen, für die es heute eine Fülle an recyclingfähigen Optionen gibt. Indirekt übt die PPWR jedoch auch Druck auf Hersteller aus, Ressourcen zu sparen und weniger Abfall zu produzieren. Wahrhaft nachhaltig zu produzieren, bedeutet demnach auch, Energie möglichst sparsam einzusetzen – ob bei Leim- oder Transportsystemen, Roboterwerkzeugen oder Siegelaggregaten. Mit entsprechenden Modifikationen lassen sich erhebliche energetische und prozessuale Potenziale bergen.

Ohne Druck, Temperatur und Zeit gerieten zahlreiche Verpackungsprozesse ins Stocken. Druckluft beispielsweise treibt Pneumatikzylinder an, die für Bewegungen wie Greifen, Schieben oder Heben sorgen, und unterstützt bei Transport und Handling. Leere Flaschen oder Beutel lassen sich mit Luftstößen in Position bringen, während Sauggreifer mithilfe von Unterdruck ein produktschonendes Pick-and-Place ermöglichen.