Energiekosten Energieeffizienz erspart Siemens 20 % der Kosten

Redakteur: Stéphane Itasse

Ein Energieeffizienz-Programm am Siemens-Standort Kemnath hat die jährlichen Energiekosten um rund 20 % oder um mehr als 500.000 Euro gesenkt. Die Investitionskosten von circa 3,4 Mio. Euro werden sich in weniger als sechs Jahren amortisiert haben, wie der Elektrokonzern mitteilt.

Anbieter zum Thema

Mit Energieeffizienz spart das Siemens-Werk in Kemnath alleine 500.000 Euro pro Jahr ein.
Mit Energieeffizienz spart das Siemens-Werk in Kemnath alleine 500.000 Euro pro Jahr ein.
(Bild: Siemens)

Gleichzeitig emittiere der Standort ein Viertel weniger Kohlendioxid - das seien mehr als 2.700 t. Siemens Healthcare beschäftige in Kemnath 1200 Menschen. Die Fertigungsstätte produziere Komponenten unter anderem für Magnetresonanz- und Computertomographie und die Radiographie.

In Kemnath trugen laut Mitteilung vier Maßnahmen zu den Einsparungen bei:

  • Statt der alten Gas-Heizkessel erzeuge nun unter anderem ein Biomassekessel, der mit Holzhackschnitzeln betrieben wird, die benötigte Wärme. Ein zusätzlicher Gaskessel unterstütze bei der Wärmeerzeugung. Strom liefere ein Erdgas-Blockheizkraftwerk, das gleichzeitig Wärme produziert. Die neue Wärmetechnik ermögliche mehr als 70 % der erzielten Kohlendioxideinsparungen.
  • Darüber hinaus seien Lüfter und Pumpen für die Klimaanlagen mit Hilfe von Frequenzumrichtern regelbar gemacht worden. Nun würden Kohlendioxid-Sensoren die Luftqualität, messen und die Lüftung werde nach Bedarf gesteuert.
  • Energiesparende Leuchtstofflampen der neuesten Generation, die anhand von Tageslichtsensoren und Bewegungsmeldern automatisch gedimmt werden, trügen ebenfalls zu den Einsparungen bei.
  • Viele Anlagen und Gebäude seien nun an eine zentrale und effiziente Kälteanlage angeschlossen.

Seit 2006 identifiziert Siemens Energiesparpotenziale in seinen eigenen Fabriken und setzt dann Sparmaßnahmen um, heißt es in der Mitteilung. Mehr als 100 der 300 Siemens-Werke hätten den sogenannten Energy Health Check bereits absolviert. Auf diese Weise sei in den Produktionsstätten der Stromverbrauch zwischen 2006 und 2010 im Schnitt um 11 % gesunken. Gleichzeitig sei ihre Effizienz hinsichtlich Primärenergie und Fernwärme um fast ein Viertel gestiegen.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:34886220)