Gute Aussichten! Energiewende könnte Hunderte von Milliarden billiger werden

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) glaubt, dass Strategien gibt, die die Energiewende rund 300 Milliarden Euro günstiger machen können.

Gute Nachrichten für die Energiewende! Denn der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat eine Studie durchführen lassen. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Energiewende durch die richtige Strategie wesentlich billiger kommen kann, als die Politik erwartet.(Bild:  Schaufelparadies)
Gute Nachrichten für die Energiewende! Denn der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat eine Studie durchführen lassen. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Energiewende durch die richtige Strategie wesentlich billiger kommen kann, als die Politik erwartet.
(Bild: Schaufelparadies)

Der BDI sieht bei der Energiewende riesige Einsparpotenziale, wie die dpa jetzt meldet. Denn durch eine effizientere Umsetzung der Energiewende könnte Deutschland bis 2035 über 300 Milliarden Euro sparen, heißt es in einer Analyse der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group im Auftrag des Bundesverbandes. Somit könnten die Strompreise für die meisten Verbraucher geringer werden. Als ein Beispiel werden teure Erdkabel beim Ausbau der Stromnetze genannt, die es zu vermeiden gilt. Der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch sagte, dass die bisher extrem ambitionierten und teuren Planungen nun an aktuelle Nachfrage- und Kostenentwicklungen angepasst werden müssen. Nicht zuletzt wollen die Landeslenker Deutschland bis 2045 klimaneutral machen.

Politische Planungen führen am effizientesten Weg vorbei

Die deutsche Industrie beklagt bekanntlich seit Langem ihre im internationalen Vergleich hohen Energiepreise. Die hohen Energiekosten erhöhten dabei den Druck, die Energiewende kosteneffizienter umzusetzen. Union und SPD haben in ihrem Sondierungspapier aber nun Entlastungen bei den Energiekosten angekündigt. Und speziell beim Thema Strom müssten Effizienzpotenziale gehoben und große Kostenrisiken begrenzt werden. Der derzeitige Ausbau der Stromnetze, der erneuerbaren Energien und der Wasserstoffnetze, wird aber, wie es heißt, erheblich an der absehbaren Nachfrage vorbei geplant. Und für das Jahr 2030 wird eine geringere Stromnachfrage angenommen als von der Regierung erwartet. Erklärt wird diese Ansicht mit Problemen beim Ausbau der Elektromobilität. Und auch die gesteckten Ziele in Sachen Wärmepumpen würden verfehlt. Die aktuelle Planung setze an vielen Stellen auf unnötig teure Lösungen, wie etwa die Verstromung von grünem Wasserstoff. Laut Studie ist die Produktion von blauem Wasserstoff sogar langfristig wahrscheinlich günstiger, denn dieser wird meist aus Erdgas gewonnen.

Das empfiehlt der BDI für günstigere Strompreise

Es sollten also unnötig hohe Kosten vermieden werden. So sollte – wo immer möglich – auf die besagten Erdkabel verzichtet werden – vor allem im Höchst- und Hochspannungsbereich. Seit 2016 gilt zwar ein Erdkabelvorrang für große Stromautobahnen, doch dieser war von der damaligen Koalition aus Union und SPD eingeführt worden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Netzausbau zu erhöhen. Es existierten etwa Sorgen vor sogenannten Monstertrassen. Im Sondierungspapier von Union und SPD heißt es zum Netzausbau, dass dieser zügig, zielgerichtet und günstig vorangetrieben werden soll. In der neuen Studie im BDI-Aufrag heißt es weiter, dass zukünftige Erzeugungskosten kleiner werden, wenn anteilig mehr Windräder an Land statt auf See errichtet werden, sowie Solaranlagen auf Freiflächen statt auf Dächern. Außerdem sollte der Zubau erneuerbarer Energien stärker nach regionalem Bedarf gesteuert werden. Und Stromspeicher sollten stärker ausgebaut werden, heißt es abschließend.

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