Jubiläum ABB feiert 50 Jahre Frequenzumrichter – und präsentiert die nächste Generation

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Die Einführung des drehzahlvariablen Antriebs war ein Durchbruch für die industrielle Effizienz. 1975 wurde der Frequenzumrichter erstmals in einer kommerzielle Anwendung genutzt: Der Beginn einer Entwicklung, die bei ABB bis heute anhält.

SAMI Megastar: Umrichter mit Pulsweitenmodulation von 1964.(Bild:  ABB)
SAMI Megastar: Umrichter mit Pulsweitenmodulation von 1964.
(Bild: ABB)

Was heute ein selbstverständlicher Teil der industriellen Antriebstechnik ist, startete beim finnischen Unternehmen Strömberg (heute Teil der ABB) 1975: der erste Wechselstrom-Frequenzumrichters SAMI A geht in einem Sägewerk in Betrieb. Die Idee entstand aus der Herausforderung, eine Drehzahlregelung für Käfigläufer-Induktionsmotoren zu ermöglichen. Martti Robert „Roope“ Harmoinen, Ingenieur bei Strömberg, arbeitete mit seinem Team daran und entwickelte die Technologie der Pulsweitenmodulation (PWM), mit der die Motordrehzahl präzise gesteuert und gleichzeitig die Energieeffizienz verbessert werden konnte. Mit der Regelung der Drehzahl von Wechselstrommotoren legte er den Grundstein für die heutige industrielle Energieeffizienz. Seitdem hat sich viel verändert. Aber immer war und ist es das Ziel, Energie intelligenter zu nutzen und Antriebslösungen näher an die Anwendung zu bringen.

ABB hat die Produkte stetig weiterentwickelt – sowohl branchenspezifisch als auch technologisch: die Einführung der IGBT-Technologie sowie der DTC-Regelung (Direct Torque Control), aber auch die Einführung von Geräten beispielsweise speziell für HLK-Anwendungen oder für extreme Temperaturbedingungen. Ganz deutlich sichtbar ist die Weiterentwicklung an der Größe, denn durch den Einsatz neuer Komponenten wie den IGBT-Leistungmodulen, konnte zunehmend kompakter gebaut werden

Für Fred Donabauer, Leiter Produktmanagement LV Drives & PLC bei ABB Motion Deutschland, war gerade die Markteinführung der direkten Drehmomentregelung DTC ein besonderer Meilenstein: „Das hat die Performance der Regelung auf ein neues Level gehoben, besonders bei der Regelung von Drehstrommotoren ohne Drehgeberrückführung.“

Später sorgten benutzerfreundlichen Inbetriebnahme-Tools und dann die Drive-Tune-App dafür, dass die Handhabung und Einrichtung erheblich einfacher ging. Donabauer sieht noch weitere Fortschritte bei der Benutzerfreundlichkeit und der Flexibilität der Software: „Ich denke hier an die IEC-61131-Programmierung oder an den neuen ABB Crealizer als perfekte Ergänzung für kundenspezifische Regelungsaufgaben oder für Datenanalysen.“

Längst steht bei Frequenzumrichtern nicht mehr nur die Steuerung von Elektromotoren im Vordergrund, sondern auch Themen wie Energieeinsparung und Nachhaltigkeit. Denn der gezielte Einsatz in Anwendungen wie Pumpen, Lüftern oder Extrudern kann den Energieverbrauch um bis zu 25 Prozent senken – und gleichzeitig die CO₂-Bilanz verbessern. Ein weiterer Trend ist die Digitalisierung. Die neue Generation von Frequenzumrichtern ist Teil einer digitalisierten Industrie – skalierbar, energieeffizient und bereit für neue Anwendungen, etwa in der Elektromobilität oder Gebäudeautomatisierung.

Neuer Frequenzumrichter speziell für industrielle Maschinenanwendungen

Der neue Frequenzumrichter ACS380-E hilft Maschinenbauern, die ab 2027 geltenden EU-Maschinenrichtlinien zu erfüllen.(Bild:  ABB)
Der neue Frequenzumrichter ACS380-E hilft Maschinenbauern, die ab 2027 geltenden EU-Maschinenrichtlinien zu erfüllen.
(Bild: ABB)

Die jüngste Ergänzung des ABB-Portfolios an all-compatiblen Frequenzumrichtern, der ACS380-E, wurde speziell für industrielle Maschinenanwendungen entwickelt und soll die Maschinenintegration vereinfachen. Er beschleunigt laut Hersteller die Inbetriebnahme, Installation, Verdrahtung und Montage und unterstützt gleichzeitig die Einhaltung strenger Anforderungen hinsichtlich Cybersicherheit. Die standardmäßig integrierten zwei Ethernet-Ports und wählbaren Protokolle machen separate Feldbusoptionsmodule überflüssig und reduzieren die Komplexität und den Zeitaufwand für die Installation.

Mit der USB-C-Inbetriebnahme und dem Firmware-Zugriff über Ethernet vereinfache der ACS380-E zudem die Einrichtung und sorge dafür, dass er in puncto Cybersicherheit auf dem neuesten Stand bleibt.

„Die moderne Industrielandschaft erfordert Geräte, die Konnektivität, Einfachheit und Cybersicherheit bieten und gleichzeitig einfach und flexibel in der Anwendung sind“, sagte Prabhu Nagavi, ACS380 Product Manager bei ABB. „Die Funktionen des ACS380-E ermöglichen es unseren Kunden, Hochleistungsmaschinen zu bauen, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und für die Zukunft gerüstet sind.“

Ab dem Jahr 2026 wird der ACS380-E alle gängigen Motortypen in allen Spannungsbereichen (100 bis 600 V) unterstützen. Darüber hinaus kann er nahtlos in alle wichtigen Automatisierungssysteme integriert werden, einschließlich der AC500-Steuerung von ABB und der Produkte anderer Hersteller auf dem Markt. Durch die kompakte Bauweise und die vielseitigen Installationsmöglichkeiten lasse sich der Frequenzumrichter mühelos in beengte Schaltschränke integrieren.

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Der ACS380-E ist ab Mitte Juli 2025 für Leistungen bis zu 22 kW bei 400 V erhältlich, weitere Leistungsbereiche und Optionen werden folgen.

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