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Bio-Gummi im Sixpack
Der biobasierte Ethylengehalt kann durch das Versuchsverfahren ASTM D-6866 nachgewiesen werden. „Derzeit sind sechs biobasierte Kautschuktypen von Lanxess am Markt verfügbar“, so Martin Kleimeier, Marketing-Manager der Lanxess Business Line Keltan Elastomers. Beispielsweise bieten sowohl Keltan Eco 6950 als auch Keltan Eco 9950 ein hohes Molekulargewicht und einen Dienanteil von rund neun Prozent. Damit sind sie nicht nur sehr gut für Dichtungen beim Flüssigkeitstransport, sondern auch für Karosserieausschäumungen bei Automobilen geeignet. Und bei Präferenz von hoch ethylenhaltigen Kautschuken wird Keltan Eco 5470 zum Beispiel bereits für Fensterdichtungen verwendet. Weitere Einsatzgebiete, etwa thermoploastische Elastomere (TPE-V), Kunstrasen und Leichtathletikbahnen, werden gerade untersucht.
Gummi geht noch nachhaltiger
Bekanntlich macht der Kautschuk in vielen Gummiartikeln nur einen Bruchteil des Compounds aus. Lanxess-Experten haben nun in einer umfangreichen Studie untersucht, mit welchen Additiven und Füllstoffen man Gummiartikel aus Keltan Eco noch nachhaltiger machen kann. Resultat: Mit pflanzlichen Ölen und natürlichen Kohlenwasserstoffen, wie Squalen lässt sich in Compounds aus dem „grünen“ EPDM-Kautschuk, dessen Ethylen-Baustein aus nachwachsendem Zuckerrohr gewonnen wird, noch mehr optimieren. Wichtig ist dabei, dass die Polarität stimmt und ungesättigte Anteile bei der Vulkanisation berücksichtigt werden. Auch Ruß aus der Verbrennung von Altreifen bringt das System ökologisch vorwärts. Dessen Einsatz ist nachhaltig, weil dadurch Müll vermieden wird und Altreifen auch Naturkautschuk enthalten. Man stellte außerdem eine Dichtung für den Einsatz in Automobilen aus Keltan Eco vor, die zu 90 % aus nachhaltigen Komponenten besteht und ähnliche Eigenschaften mitbringt wie „klassische“ EPDM-Produkte – inklusive einer Alterungsbeständigkeit bis 125 °C. MM
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