Weiterentwicklung Erfinder Dalhaus stellt neuartig beheiztes Transportband vor

Von EZ CPB-2 GmbH 3 min Lesedauer

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Bei Transportbändern, die auch beheizt sind, stecken die Heizsysteme meist in den Transportwalzen. Ludwig Dalhaus hat aber eine ganz andere Idee gehabt, die viele Vorteile verspricht ...

Der Hüllhorster Erfinder Ludwig Dalhaus hat sich Gedanken darüber gemacht, wie beheizte Transportbänder für die Industrie günstiger und energieeffizienter werden können. Hier stellen wir vor, wie sein Konzept aussieht, das übrigens schon weit gediehen ist ...(Bild:  EZ CPB-2 Gmbh)
Der Hüllhorster Erfinder Ludwig Dalhaus hat sich Gedanken darüber gemacht, wie beheizte Transportbänder für die Industrie günstiger und energieeffizienter werden können. Hier stellen wir vor, wie sein Konzept aussieht, das übrigens schon weit gediehen ist ...
(Bild: EZ CPB-2 Gmbh)

Bandpressen und Transportbänder sind in vielen Industriebereichen im Einsatz. Das Unternehmen Egger stellt damit etwa Spanplatten her. In Großbäckereien laufen die Teiglinge auf Stahlbändern durch den Ofen und mithilfe von Wärmezufuhr lässt sich auf Transportbändern auch Trockenobst herstellen. Aus welchen Werkstoffen ein Transportband hergestellt wird, hängt ganz von dessen Einsatzzweck ab. Der Hüllhorster Erfinder Ludwig Dalhaus hat nun im Detmolder Gilde-Zentrum eine Weiterentwicklung des Endlosbands vorgestellt, die die Produktion in vielen Bereichen einfacher und kostengünstiger machen könnte – und zwar immer dann, wenn Wärme gefragt ist. Die Bezeichnung lautet CPB. CPB steht dabei für Continuous Process Belt. Dalhaus erklärt: „Bänder, die Gegenstände transportieren und Wärme in den Produktionsprozess einbringen, gibt es viele. Aber bei den meisten steckt die Heizung in der Walze.“ Dieselbe ist kompliziert aufgebaut und kann dadurch bis zu 180.000 Euro kosten. Und bei Bandpressen, die nach dem isobaren Drucksystem arbeiten, benötigt man zusätzliche Primär- und Sekundärkreisläufe plus Wärmetauscher sowie Heizplatten, wobei man das komplette Verrohrungssystem auch nicht vergessen darf, merkt Dalhaus an. Alles in allem machten diese Bauteile circa 30 bis 35 Prozent des Preises einer solchen Anlage aus.

Pfiffige Idee: Heizung steckt direkt im Transportband

„Ich brauche das alles nicht“, betont der Erfinder, „denn bei mir steckt die Heizung direkt im Band!„ Der inzwischen 79-jährige Rentner war von 1977 bis 2009 bei der Bielefelder Firma Hymmen in der Entwicklungsabteilung und als Projektleiter zuständig. In dieser Zeit hat er etwa 180 bis 200 Bandpressen konzipiert und die Systeme vom ersten Versuch bis zur Übergabe betreut, wie man erfahren darf. Im Ruhestand legte er schon ab 2012 den Grundstein für die heute vorgestellte Erfindung. Und bis 2014 entwickelte er gemeinsam mit dem österreichischen Hersteller Berndorf seine Idee namens CPB als Endlosband. Berndorf hat dabei auch das erste Patent 2014 gekauft und eine Heizmöglichkeit auf der gesamten Bandfläche implementiert. Flexible Heizungen des Unternehmens Frenzelit werden dazu per Spezialklebstoffen mit den Trägern verbunden. Die weiteren Schichten werden je nach Kundenanforderungen ergänzt. Obwohl Berndorf die neue Entwicklung von Dalhaus gekauft hat, wurde die Idee aber nicht zur Marktreife weiterentwickelt.

Beheiztes Transportband verringert Energiebedarf

Aber beim Ausräumen seines Kellers und der Durchsicht der alten Unterlagen kam Dalhaus dann im Dezember 2024 eine Blitzidee, wie man das Produkt perfektionieren könnte. Er mietete sich im Gilde-Zentrum ein und entwickelte die Idee wieder gemeinsam mit Partnerunternehmen weiter. „Im Mai darauf haben wir die Idee der Fachwelt vorgestellt“, erinnert er sich. Doch manchmal ist es für eine Erfindung zu früh, so seine Erfahrung. „Doch in meinem Fall ist es aber genau der richtige Zeitpunkt“, so die Überzeugung von Dalhaus. Und besonders heute, wo immer auf den ökologischen Fußabdruck geachtet werde, komme sie gerade recht. „Meine Heizung kann etwa den Energiebedarf um rund 70 Prozent verringern. Außerdem wird der Maschinen- und Anlagenbau einfacher, und die Herstellungskosten sinken um 40 bis 60 Prozent“, wie der Tüftler betont. Ein weiterer Vorteil sei die sehr feine, stufenlose Regelbarkeit der Heizleistung, was für den gesamten Bereich des Transportbands gelte. Das Temperaturspektrum lässt sich dabei von 20 bis 260 °C variieren.

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