Mit 4740 Besuchern setzten die beiden Messen Kuteno und KPA in Bad Salzuflen ein starkes Zeichen für die Branche der Kunststoffverarbeiter.
Die Kuteno und die KPA sind als "Arbeitsmessen" bekannt. Und wer wollte, konnte auch selbst Hand anlegen - etwa hier: Die "HoliMaker" ist eine manuelle Spritzgießmaschine, auf der sich Besucher ihr eigenes Messeandenken selbst fertigen konnten. Die Lösung ist interessant nicht nur für Ausbildungszwecke.
(Bild: Maschinenmarkt)
Mehr als 370 Aussteller auf der Kuteno und knapp 100 auf der KPA zeigten mit einem breiten Spektrum an relevanten Exponaten die neuesten Trends und Entwicklungen in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Das Messeduo bietet Ausstellern und Fachbesuchern eine zentrale Plattform für zukunftsfähige Kooperationen, technologische Innovationen und den direkten Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Breites Spektrum an Innovationen
Zahlreiche Innovationen für die Kunststoffverarbeitung – von Maschinen über Werkzeuge bis hin zu Materialien und Dienstleistungen und Lösungen für die Entwicklung und Herstellung innovativer Kunststoffbauteile und -produkte brachten insgesamt 4740 Besucher in die Messehallen. Der Start am neuen Standort Bad Salzuflen war ein voller Erfolg.
Unter dem Slogan „Beyond Luxury. Beyond Expectations.“ kombinierte der Aichacher Systemanbieter Deckerform edle Oberflächen mit nachhaltiger Technik. Die Verfahren ermöglichen hochwertige Produkte aus recyceltem Kunststoff, auch aus Post-Consumer-Materialien der gelben Tonne. Mit den Verfahren Deckerform PolyFoamFiber und Deckerform PolyFoamX zeigten die Experten, wie hochwertige Bauteile mit technischer Raffinesse und ressourcenschonendem Einsatz entstehen.
Reinigungsmittel für Spritzgießmaschinen
HSB Normalien zeigte unter anderem ein neues Reinigungsmittel für Spritzgießmaschinen: „Easypurge“ wird etwa beim Farb- und Materialwechsel im Spritzguss oder in der Extrusion eingesetzt. Es ist in flüssiger Form sowie als Granulat verfügbar. Beide Varianten kann der Anwender direkt mit dem Folgematerial oder bei Bedarf mit einem Zwischenmaterial verarbeiten. Der Reiniger ist weder abrasiv noch lösemittelhaltig und laut Hersteller auch für den Einsatz im Lebensmittelkontakt geeignet.
Die "Ewigkeitschemikalien" aus dem Bereich der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind in jüngster Zeit stark umstritten. Sie werden insbesondere auch in Verschleißschutzbeschichtungen eingesetzt. CemeCon Scandinavia zeigte ein Spektrum PFAS-freier, reibungsarmer Beschichtungen, die mittels Magnetron Sputtering erzeugt werden. Diese Schichten weisen die meisten positiven Eigenschaften der PFAS-Schichten auf, sind aber noch deutlich härter und verschleißfester.
Selbst fertigen mit manueller Spritzgießmaschine
Am Stand von HoliMaker lud die gleichnamige manuelle Spritzgießmaschine mit spektakulären Formwerkzeugen und außergewöhnlichen Live-Vorführungen zum Mitmachen ein: Die Besucher waren eingeladen, selbst Hand anzulegen und ihr eigenes Kunststoffbauteil herzustellen. Im Zentrum standen Innovation, Nachhaltigkeit und Ansätze für die Aus- und Weiterbildung in MINT-Fächern.
Schaumspritzgießen ist eine interessante Option für eine wettbewerbsfähige CO2-Bilanz.
Mit den neuen FlexCell-Automatisierungszellen feierte die Wittmann Gruppe auf der Kuteno eine Messepremiere. Effizienzfaktor Nummer 1 ist hier die Stellfläche - hier hat Wittmann das Platzsparpotenzial besonders gut ausgeschöpft. Die FlexCell Automatisierungszellen umfassen die Schutzeinhausung, Linearroboter und Förderbänder in einer kompakten, sicheren Einheit. Zweites Highlight-Thema am Messestand war das Schaumspritzgießen von PCR – für eine wettbewerbsfähige CO2-Bilanz.
Energieeffizienter Antrieb und kompakter Bauweise
Gleich sechs Spritzgießmaschinen brachte Spritzgießmaschinenspezialist Boy mit auf die Messe. Darunter die vollelektrische Boy 35 Electric für schnelle Produktionsabläufe sowie die kompakte Boy XS E, die insbesondere beim angusslosen Mikro- und Kleinteilespritzguss punkten soll. Die Maschinen bieten mit energieeffizienter Antriebstechnik und kompakter Bauweise flexible Einsatzmöglichkeiten für unterschiedlichste Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung.
Profil
Messeduo Kuteno und KPA
Branchenplattform für die Kunststoffverarbeiter
Das Messeduo Kuteno und KPA hat in Bad Salzuflen seine neue Heimat gefunden. Die Doppelveranstaltung adressiert Hersteller, Verarbeiter und Anwenderindustrien und bietet der kunststoffverarbeitenden Branche ein regionales Messekonzept. Die nächste Kuteno wird vom 5. bis zum 7. Mai 2026 wieder in Verbindung mit der Messe KPA im Messezentrum Bad Salzuflen ihre Tore öffnen. Link hier
Das begleitende Vortragsprogramm legte seinen Fokus insbesondere auf Kreislaufwirtschaft und Automatisierung in der Kunststoffproduktion. Auf zwei Bühnen - der "Red Stage" und der "Blue Stage" - boten Experten ein vielseitiges Programm, das praxisnahes Know-how und zukunftsweisende Impulse für die Kunststoffbranche liefert. Im Fokus der gut besuchten Foren standen aktuelle Herausforderungen und Lösungen.
Intelligente Strukturen und durchdachte Prozesse
So zeigte unter anderem Markus Rausch von Tebis Consulting, wie wichtig intelligente Strukturen und durchdachte Prozesse fürs Unternehmen sind. Mario Schubert von Process Gardening verwies auf schlanke, bekannte und kontinuierlich gepflegte Prozesse als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. Ingo Kuhlmann und Henning Sprengmann demonstrierten die Bedeutung präziser Daten für das operative Geschäft. Und Klaus Lemke vom Marktspiegel Werkzeugbau zeigte, wie unternehmerische Erfahrung und das Bauchgefühl in Kombination mit validen Daten aus der eigenen Branche Potenziale aufdeckt und eine gute Entscheidungsfindung ermöglicht.
Stand: 08.12.2025
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Samir Hein vom Konstruktionsbüro Hein präsentierte mit dem „Turtle-Projekt“ ein Beispiel dafür, wie nachhaltige Konzepte und High-Tech sinnvoll kombiniert werden können. Marius Fedler vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid gab einen Überblick über neue Verfahren und Trends, die Spritzgießer und Formenbauer im Blick haben sollten. Prof. Thorsten Krumpholz von der Hochschule Osnabrück zeigte, wie Automatisierung und Robotik die Kunststoffverarbeitung effizienter gestalten können. Und Klaus Meyer von CirQuality OWL diskutierte, wie Unternehmen im Zeichen von Circular Economy den Wandel von der Theorie in die betriebliche Praxis schaffen. Ergänzend stellte Ingomar Welke von Greenance nachhaltige Materialien vor, die der Schlüssel zur Zukunft der Kunststoffindustrie sein können.
Innovative Ideen für die Kunststoffindustrie
Viele weitere interessante Beiträge fanden in Bad Salzuflen ihre Zuhörerschaft. Ein besonderes Highlight war zudem die Start-up-Pitch „Zukunft formen: Innovative Ideen für die Kunststoffindustrie“, organisiert vom kunststoffland NRW. Junge Unternehmen – allesamt Kuteno-Aussteller – präsentierten in kurzen, prägnanten Vorträgen ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Branche.