Interview
„Erneuerbare Energien sind eigentlich völlig ungeeignet für die Versorgung von Industriebetrieben“

Das Gespräch führte Christian Otto 4 min Lesedauer

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In einer Welt, die zunehmend auf eine nachhaltige Energieversorgung angewiesen ist, stellt sich die Frage: Wo stehen wir tatsächlich auf dem Weg zur All Electric Society? Markus Hettig,Vice President Building Business DACH, und Jessica Bethune, Vice President Industrial & Process Automation DACH, von Schneider Electric werfen einen Blick auf den aktuellen Stand der Dinge.

Da die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie natürlichen Schwankungen unterliegt, erweist sich die digitale Vernetzung auch für die Sektorenkopplung als eine Schlüsseltechnologie.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Da die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie natürlichen Schwankungen unterliegt, erweist sich die digitale Vernetzung auch für die Sektorenkopplung als eine Schlüsseltechnologie.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wie weit sind wir, also die Industrie und die Gesellschaft, bei der Realisierung der All Electric Society (AES)?

Markus Hettig: Grundsätzlich stimmt der Weg. Aber wir sind zu langsam. In der Industrie zum Beispiel schreitet die Elektrifizierung von Prozessen, unterstützt durch Automatisierungs- und Energieeffizienzlösungen, zwar voran, doch zu viele Unternehmen zögern noch. Auch bei Smart Grids und erneuerbaren Energien sehen wir Fortschritte – in Q1/24 stammten 58,4 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen – aber auch hier sind wir zu langsam.