Produktionsplanung ERP drückt auf die Tube

Redakteur: Luca Meister

Combitool stellt Maschinen zum Herstellen von Tuben her und exportiert sie weltweit. Damit von der Offerte bis zum Produktionsauftrag alles reibungslos funktioniert, ist die Produzentin auf ein effizientes ERP-System angewiesen. Mit der «Abacus Business Software» inklusive integriertem PPS haben die Zürcher Oberländer ein adäquates Werkzeug gefunden.

Anbieter zum Thema

Die Kapitalbindung im Lager ist viel kleiner geworden, da sich die Beschaffung nun dank der Abacus-Lösung optimieren lässt.
Die Kapitalbindung im Lager ist viel kleiner geworden, da sich die Beschaffung nun dank der Abacus-Lösung optimieren lässt.
(Bild: Combitool)


Weder die Kosmetik-, noch die Pharma- und Lebensmittelbranche kommen ohne Tuben aus. Drei von vier weltweit eingesetzten Produktionsmaschinen für Tuben stammen aus der Schweiz. Zu den weltweit anerkannten Produzenten von Anlagen zur Herstellung von hochwertigen Laminat-Tuben zählt die Firma Combitool. Ihre Produktionslinien sind in der Lage, in einem Umlauf Tubenkörper zu fertigen, Köpfe aufzusetzen, Öffnungen zu versiegeln und zum Schluss die Deckel aufzuschrauben. Praktisch alle Maschinen sind für den Export bestimmt, wobei über 120 Anlagen bei rund 80 Kunden in 40 Ländern im Einsatz sind.

Prozesse transparent gemacht

Der vor einigen Jahren als Geschäftsführer zum Unternehmen gekommene Hans Steurer hat bei Amtsantritt den Überblick über die Zahlen wie etwa jene zu den Lager- und Auftragsbeständen, den Finanzen oder zu Nachkalkulationen der Anlagen vermisst. Kam hinzu, dass die Geschäftsprozesse nur durch langjährige Mitarbeiter mit grossem Firmenwissen geführt werden konnten, die Buchhaltung mit einer veralteten DOS-Lösung und die Auftragsabwicklung mit einer selbst entwickelten Access-Datenbank-Lösung unterstützt wurden. Das alles hat 2010 den Anstoss gegeben, nach einer integrierten ERP-Lösung zu suchen. Ziel war es, damit die Transparenz im Unternehmen zu erhöhen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Diverse Gründe hätten für «Abacus» gesprochen, erzählt Projektleiter Beat Vollenweider: «Erstens kommt alles aus einer Hand, zweitens gilt ihre Fibu in der Schweiz als ‹Standard›, drittens ist die Herstellerin in der Lage, eine integrierte digitale Archivierung anzubieten, viertens ist Abacus ‹Swiss made› und fünftens verstand es der Vertriebspartner Bsb.Info.Partner, unsere Anforderungen praxisorientiert zu lösen und in der Software abzubilden.»

Komplexe Übernahme der Stammdaten

Die grösste Umstellung betraf die Lagerverwaltung. Die Daten wurden aus dem alten System ins Excel ausgelesen, bearbeitet und anschliessend ins Abacus importiert. Insgesamt mussten bis zu 30 000 Artikel und Artikelgruppen übernommen werden. Gleichzeitig wurde auch die Lagerverwaltung mit Lagerorten und -plätzen neu organisiert. Dass alle Artikeldaten und Bestände auch wirklich stimmen, hätte sich spätestens letzten November offenbart, als nach der Firmenübernahme im Oktober den internen Controllern alle gewünschten Daten auf Knopfdruck hätten geliefert werden können, stellt B. Vollenweider stolz fest.

(ID:43609001)