Machbarer Rohstoffkreislauf Es geht! Kunststoffrecycling im Spiegel der Gegenwart und Zukunft
Anbieter zum Thema
Alle kennen die Bilder von riesigen Mülldeponien voller Kunststoffabfälle. Dabei ist es barer Unfug, diese Rohstoffe einfach irgendwo in der Umwelt zu verklappen.
Kunststoffe sind sehr robust, was Umwelteinflüsse angeht. Diese für den Einsatz positive Eigenschaft kehrt sich allerdings ins Gegenteil um, wenn sie einfach in die Landschaft geworfen werden. Denn sie zersetzen sich dann eben nur sehr, sehr langsam, von kompostierbaren Biokunststoffen mal abgesehen. Dabei sind alte Kunststoffprodukte durchaus als Rohstoff zu betrachten. Auch wurden sie aus Erdöl hergestellt, das es nicht unendlich auf der Welt geben wird. Schafft man es also, einen geschlossenen Produktkreislauf aufzubauen, schont man auch natürliche Ressourcen, weil die aus recyceltem Kunststoff hergestellten Neuprodukte zum Großteil kein weiteres Erdöl beanspruchen. In Deutschland und anderen westlichen Ländern ist das vielen klar. Doch in anderen Regionen der Welt ist dieser Gedanke noch nicht tief genug ins allgemeine Bewusstsein vorgedrungen – also weg mit der PET-Flasche in den nächsten Straßengraben oder Fluss. Doch nichts ist logischer, als außer Glas- und Metall- auch Kunststoffabfälle wiederzuverwerten. Denn sie sind leichter als die ersteren Werkstoffe, weshalb sie etwa als Verpackungssysteme beim Transport Gewicht reduzieren und deshalb auch noch beim Treibstoffsparen helfen oder die Reichweite von Elektrofahrzeugen dadurch erhöhen.
Wie können Kunststoffe heutzutage recycelt werden? Ein kleiner Überblick ...
Dabei können vor allem thermoplastische Kunststoffe – sie können wie Kerzenwachs immer wieder aufgeschmolzen werden – besonders einfach wiederaufbereitet werden, um mehr als ein Mal zu neuen Produkten zu werden. Der Wertstoffkreislauf kann also relativ leicht und mit vergleichsweise wenig energetischem Aufwand geschlossen werden, auch wenn manche Thermoplaste nicht unendlich oft recycelt werden können, weil sie sonst etwa ihre Zähigkeit einbüßen, die sie für viele Anwendungen prädestiniert – Stichwort Downcycling. Sie können aber durch Zugabe von Neumaterial sehr lange im Kreislauf bleiben, was ebenso Erdöl zu sparen hilft. Angesichts der steigenden Weltbevölkerung muss leider mit noch mehr Müll gerechnet werden. Doch das Recycling von Kunststoffen kann dabei helfen, dass es nicht zum Äußersten kommt.
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich und lesen Sie weiter
Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie registriert sein. Die kostenlose Registrierung bietet Ihnen Zugang zu exklusiven Fachinformationen.
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen