Weltraum-Mission Esa-Sonde zum Jupiter gestartet

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Jupiter-Sonde „Juice“ ist am Freitag an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete zum bislang am weitesten entfernten Ziel der europäischen Raumfahrt gestartet. In den kommenden acht Jahren wird sie rund sechs Milliarden Kilometer zum Gasgiganten Jupiter unterwegs sein, um seine Eismonde zu erforschen.

Im Kontrollzentrum der ESA fand vor dem Start von „Juice“ das Briefing statt - und das so wichtige Gruppenfoto.(Bild:  ESA)
Im Kontrollzentrum der ESA fand vor dem Start von „Juice“ das Briefing statt - und das so wichtige Gruppenfoto.
(Bild: ESA)

„Juice“ soll mit zehn Instrumenten an Bord – darunter Kamera, Spektrometer, Radar und Magnetometer – vor allem einen Blick auf die großen Monde des Jupiters werfen. Dort wird Wasser unter einem dicken Eispanzer und damit Voraussetzungen für Leben vermutet.

Bei der über eine Milliarde Euro teuren Mission wollen die Wissenschaftler der europäischen Raumfahrtagentur Esa nach der Ankunft bei Jupiter 2031 unter anderem einen Blick auf die Monde „Europa“, „Kallisto“ und „Ganymed“ werfen. Mit den zehn Instrumenten – neun von europäischen Partnern und eines der US-Raumfahrtagentur Nasa – sind verschiedene Untersuchungen möglich, unter anderem Radar- und Lasermessungen. Die Technische Universität Braunschweig steuerte zum Beispiel ein selbstentwickeltes Magnetfeld-Messgerät und eine Kamera-Datenverarbeitungseinheit bei. Die Technik aus dem Institut für Geophysik und Extraterrestrische Physik helfe bei Messungen der Magnetfelder im Jupiter-System insbesondere in der Nähe der Jupiter-Monde.

Mit dem Radar können auch unter der Eisschicht Daten gesammelt werden. Mit dem Laser Altimeter „Gala“ (Ganymede Laser Altimeter) soll die Oberfläche „Ganymeds“ vermessen werden. Zusammen mit den Daten und mit Bildern der Kamera „Janus“ kann später auch ein digitales 3-D-Modell des komplett mit Eis bedeckten Mondes erstellt werden.

Bevor die Sonde ihre Arbeit am Jupiter aufnehmen kann, hat sie noch eine lange Strecke vor sich. Sie muss bei ihrer achtjährigen Reise erst noch einmal um die Venus und drei Mal um die Erde fliegen, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Ein späteres Bremsmanöver am Jupiter wird den Esa-Verantwortlichen zufolge ein kritischer Moment. Gelingt dies nicht, fliegt „Juice“ am größten Planeten des Sonnensystems vorbei.

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