Produktpiratenplage EU beschlagnahmt Rekordmenge an Plagiaten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In der Europäischen Union sind 2025 über 196 Millionen gefälschte Waren beschlagnahmt worden! Das seien so viele gewesen, wie nie zuvor ...

Ein trauriger Rekord musste von den Behörden für 2025 festgestellt werden! Denn in der EU wurden so viele Plagiate sichergestellt, wie noch nie zuvor ...(Bild:  KI-generiert)
Ein trauriger Rekord musste von den Behörden für 2025 festgestellt werden! Denn in der EU wurden so viele Plagiate sichergestellt, wie noch nie zuvor ...
(Bild: KI-generiert)

Die Zahl der am Binnenmarkt und an den Außengrenzen sichergestellten gefälschten Artikel ist im Vergleich zum Vorjahr um gut 67 Prozent gestiegen, heißt es im Jahresbericht des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) mit Sitz im spanischen Alicante. Der geschätzte Einzelhandelswert der beschlagnahmten Waren lag demnach bei gut 6,3 Milliarden Euro, wie es weiter heißt. Auch das sei ein Höchstwert. Denn im bisherigen Rekordjahr 2024 waren es noch knapp 3,9 Milliarden Euro an Werten. Deutschland spielte 2025 vor allem bei Beschlagnahmungen an den EU-Außengrenzen eine wichtige Rolle. Auf die Bundesrepublik entfielen den Angaben zufolge knapp 22 Prozent des geschätzten Wertes der dort sichergestellten Waren. Damit liegt Deutschland in dieser Kategorie auf Platz zwei hinter Spanien, auf das gut die Hälfte des Wertes entfiel.

Die Oberfälscher heißen China und Türkei

Zu den besonders häufig beschlagnahmten Produktgruppen gehörten unter anderem CDs und DVDs, Software, Spielzeug sowie Etiketten, Anhänger und Aufkleber, so das EU-Amt. Aber auch Zigaretten und Kleidung stünden weit oben auf der Liste der Plagiate. Als Herkunftsländer werden am häufigsten China (mit über 40 Prozent) und die Türkei (mit gut 18 Prozent) identifiziert. Die Zahlen zeigten zwar, wie viele gefälschte Waren wo beschlagnahmt wurden, doch erlaubten sie keinen direkten Rückschluss darauf, wie viele gefälschte Produkte in den einzelnen Ländern tatsächlich verkauft würden oder wie groß dort der illegale Handel sei. Hohe Beschlagnahmungszahlen können auch auf eine zunehmende Aktivität der Fälschermafia zurückzuführen sein. Oder es zahlten sich einfach intensivere und erfolgreichere Kontrollen der zuständigen Behörden aus.

Es fehlt an Partnerschaft und modernen Methoden

Das EUIPO weist außerdem darauf hin, dass die Bekämpfung von Produktpiraterie weiterhin durch unterschiedliche Transportwege und begrenzte Kontrollkapazitäten erschwert wird. Auch der zunehmende Onlinehandel, bei dem Waren oft über Express- und Postdienste verschickt würden, stelle die Behörden vor große Herausforderungen. Deshalb seien neue, vorausschauende Maßnahmen sowie eine engere Zusammenarbeit und ein besserer Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten nötig. Aber auch der Einsatz moderner Technologien und Werkzeuge sei entscheidend, um geistiges Eigentum zu schützen und die wirtschaftliche Stärke Europas zu erhalten.

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