China Market Insider
EU-China Gipfel enttäuschend für Unternehmen mit Chinageschäft

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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Für deutsche und europäische Unternehmen mit Chinageschäft war der jüngste Peking-Besuch von Ursula von der Leyen eine klare Enttäuschung. Die Erwartungen vor dem Gipfeltreffen waren nicht hoch, das war überall zu hören, aber sie wurden trotzdem enttäuscht. Die Beziehungen sind auch nach dem Gipfel so schlecht wie schon lange nicht mehr, und sollte Von der Leyen ihr Auftreten in Peking als Diplomatie verstanden haben, so ist dieses klar gescheitert.

In unserem China Market Insider versorgen wir Sie regelmäßig mit relevanten Informationen direkt aus China.(Bild:  © Eisenhans - stock.adobe.com)
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Mit zunehmender Unsicherheit bezüglich ihrer Lieferketten und bezüglich der richtigen Strategie für die kommenden Jahre, resultierend aus den dualen Handels- und Technologiestreitigkeiten zwischen den USA und China sowie der EU und China, hatten sich die CEOs und China-Präsidenten deutscher und europäischer Unternehmen in China von dem Gipfel eine Entspannung der angespannten Beziehungen, zumindest aber ein Signal der Besserung, erhofft. Nichts dergleichen war am Ende zu verzeichnen.

Vorwiegend mit altbekannter Kritik an China angereist, die sie in ihrem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erneut vortrug, wurde Von der Leyen von der chinesischen Seite so klar zurückgewiesen, wie es die Regeln der Diplomatie gerade noch erlauben.