Erste EU-Reaktionen EU-Kommission wird US-Zölle nicht einfach hinnehmen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach dem Entschluss von Donald Trump, auf Stahl und Aluminium doch 25 Prozent Zoll zu erheben, schreitet die EU offensichtlich zu Gegenmaßnahmen...

Donald Trump hat die angedrohten Zölle auf Stahl und Aluminium wahr gemacht. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu: „Ich bedaure diese Entscheidung zutiefst! Aber dieser Schritt wird nicht unbeantwortet bleiben!“(Bild:  EU-Kommission)
Donald Trump hat die angedrohten Zölle auf Stahl und Aluminium wahr gemacht. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dazu: „Ich bedaure diese Entscheidung zutiefst! Aber dieser Schritt wird nicht unbeantwortet bleiben!“
(Bild: EU-Kommission)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine entschlossene Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte angekündigt. Von der Leyen kommentiert: „Ich bedaure zutiefst die Entscheidung der USA, Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumexporte zu erheben.“ Unrechtmäßige Zölle zulasten der EU würden nicht unbeantwortet bleiben! Es würde entschiedene und verhältnismäßige Gegenmaßnahmen nach sich ziehen. Die EU wirde handeln, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu schützen, fügte von der Leyen hinzu. Man werde Arbeitnehmer, Unternehmen und Verbraucher in der EU verteidigen. Zölle seien im Prinzip Steuern und deshalb schlecht für Unternehmen und noch schlechter für Verbraucher. Wie genau die EU reagieren will, teilte von der Leyen aber zunächst nicht mit.

Wahrscheinlich wieder die bekannten EU-Gegenzölle

Als wahrscheinlich gilt, dass umgehend derzeit ausgesetzte Sonderzölle auf US-Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter wieder eingeführt werden, was es bereits bei der ersten Amtsperiode von Donald Trump gab. Derzeit sind diese Zölle auf Grundlage einer Vereinbarung mit der früheren US-Regierung von Joe Biden noch ausgesetzt. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic sagte im Europaparlament in Straßburg, dass das Ausmaß der von Trump angeordneten Maßnahmen derzeit geprüft wird. Danach werde es die entsprechenden Gegenmaßnahmen geben. Zugleich betonte er, dass die EU aber für Verhandlungen bereitstehe, um nach Möglichkeit für beide Seiten vorteilhafte Alternativen zu finden. Nach früherer Einschätzung von Ursula von der Leyen könnten die EU und Trump etwa einen neuen Deal zum Ausbau amerikanischer Exporte von Flüssiggas (LNG) schließen. Zudem wäre es möglich, mehr Militärtechnik und Agrargüter aus den USA zu importieren und die Importzölle für US-Autos zu senken. Diese lagen zuletzt mit zehn Prozent deutlich über dem US-Zollsatz in Höhe von

2,5 Prozent.

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