Reform oder Abschaffung! Evonik-Chef ist für das Ende des CO2-Emissionshandels

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Der Evonik-Chef Christian Kullmann ist dafür, dass der CO2-Emissionshandel reformiert oder am besten gleich abgeschafft werden sollte ...

Christian Kullmann, der Chef von Evonik, ist der Meinung, dass der CO2-Emissionshandel nichts bringt: „Das System gehört entweder reformiert oder gleich ganz abgeschafft!“ Lesen Sie hier, warum der Manager das fordert ...(Bild:  Evonik)
Christian Kullmann, der Chef von Evonik, ist der Meinung, dass der CO2-Emissionshandel nichts bringt: „Das System gehört entweder reformiert oder gleich ganz abgeschafft!“ Lesen Sie hier, warum der Manager das fordert ...
(Bild: Evonik)

Der CO2-Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument, um Treibhausgasemissionen zu verringern. Dabei müssen Unternehmen Rechte zum Ausstoß von Treibhausgasen nachweisen und damit handeln können. Beim Handel muss aber für jede Tonne CO2, die in die Atmosphäre gelangt, vorgelegt werden. Die Berechtigungen können aber auch gehandelt werden. Die Gesamtmenge der verfügbaren Zertifikate wird im Laufe der Zeit verringert, wodurch die Zertifikate teurer werden. Das soll Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen fördern. Doch angesichts des derzeitigen Modells hat der Evonik-Chef Christian Kullmann kommentiert: „Wir haben das weltweit schärfste CO2-Gebührenregime, aber das Klima kennt keine Grenzen!“ Deshalb ist es für ihn grundfalsch, eine Industrie, die weltweit in der Spitzenklasse spielt, mit zusätzlichen Gebühren zu plagen und damit zu benachteiligen.

Der Klimazoll ist nur bürokratische Trickserei

Kullmann entschieden: „Das System muss weg! Mindestens sollte es aber drastisch reformiert werden!“ Europa wird dadurch drangsaliert und zugleich importiert es Europa massenweise Produkte aus Ländern mit echten CO2-Schleudern, ärgert sich der Evonik-Chef. Laut Kullmann haben sich einfach die wirtschaftlichen Bedingungen seit der Einführung geändert. Einfacher ausgedrückt: Volkswirtschaftlich sei das Ganze für Europa jetzt einfach nur noch ein Irrsinn. Auch der geplante Klimazoll, der die europäische Industrie vor Umwelt-Dumping schützen soll, funktioniere nicht. Kullmann erklärt: „Europa kann im Zweifel, wenn es hart auf hart kommt, einen solchen Grenzausgleichsmechanismus gar nicht durchsetzen!“ Die Idee des sogenannten Grenzausgleichsmechanismus sei demnach eine formal-bürokratische Trickserei ohne Effekt.

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