CLC-Rohre

Expoxidharzkleber verbessert die Herstellung plattierter Rohre

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„Die Spannungen im Verbund erreichen ein Maximum infolge von Biegung und Scherung. Durch eine optimale Verklebung werden Ablöserscheinungen durch Scherung und ein Ausbeulen der Innenlage verhindert,“ erläutert Markus Bockelmann, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei EEW. Für Araldite AV 4600 spreche die während der Produktion benötigte Festigkeit und Elastizität. Diese Eigenschaften ermöglichten, dass sich die Biege-, Scher- und Zugkräfte aufnehmen ließen.

Erhöhte Sicherheit gegen inneres Beulen und Kollabieren

Das Produkt Araldite AV 4600 ist ein heißhärtender, thixotroper Einkomponenten-Allzweckkleber. Als wesentliches Merkmal wird hervorgehoben, dass er bei tiefen Temperaturen bis hinab zu –40°C eine außerordentlich hohe Schlagbiegefestigkeit und Zähigkeit hat. Auf der anderen Seite ist er wärmebeständig bis 120°C.

In der Summe spiegelt sich das Eigenschaftsprofil des Klebstoffs positiv in der mechanischen und physikalischen Belastbarkeit der Rohr wider. So sei die Sicherheit gegen inneres Beulen und Kollabieren der Innenplattierung erhöht. Laut EEW eignen sich die CLC-Rohre auch für höher belastete Anwendungen – zum Beispiel in Offshore-Anlagen oder für die Marinetechnik.

Kombination mit Punktschweißen ermöglicht Aushärten in Standard- Herdwaageofen

Um die Verbundbleche für die CLC-Rohre herzustellen, wurde aus Kostengründen das Kleben mit dem Widerstandspunktschweißen kombiniert. Dadurch konnte das Aushärten in einem Standard–Herdwaageofen erfolgen. Die Anwendung beheizter Pressen war damit nicht mehr erforderlich. Die Klebeverbindung – so heißt es – ist stark genug, um sogar kleinere Rohre mit Durchmessern bis hinab zu 180 mm fertigen zu können.

Am anderen Ende können aufgrund der Verfahrenskombination deutlich größere Rohrdurchmesser erzeugt werden als bei Liner-Rohren. Tatsächlich gebe es keine Einschränkungen bezüglich des Rohrdurchmessers, heißt es.

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