Rollt bald wieder Fast eine Milliarde für GM-Robotertaxi-Tochter

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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General Motors stützt sein Robotaxiunternehmen Cruise mit einer Finanzspritze von 850 Millionen Dollar.

Hier fährt ein fahrerloses Robotertaxi der General-Motors-Tochter Cruise durch eine Stadt. Nach einem unglücklichen Unfall, will man das Geschäft nun wieder ankurbeln, was der Autokonzern mit 850 Millionen Dollar pusht, wie die dpa erfahren hat.(Bild:  GM)
Hier fährt ein fahrerloses Robotertaxi der General-Motors-Tochter Cruise durch eine Stadt. Nach einem unglücklichen Unfall, will man das Geschäft nun wieder ankurbeln, was der Autokonzern mit 850 Millionen Dollar pusht, wie die dpa erfahren hat.
(Bild: GM)

Mit dieser Investition heißt es von Seiten General Motors (GM) gewinnt man Zeit, um die strategischen Überlegungen zur Zukunft von Cruise abzuschließen. Cruise war unter den Vorreitern beim autonomen Fahren und hatte ehrgeizige Expansionspläne. Doch dann schleifte ein fahrerloses Auto von Cruise in San Francisco Anfang Oktober eine Frau mehrere Meter mit, die zuvor von einem üblichen Fahrzeug auf die Straße geschleudert wurde. Das Robottaxi bremste zwar, die Frau kam aber dennoch unter dasselbe. Danach wurden alle Fahrten für Monate ausgesetzt. Cruise fängt nun erst allmählich wieder an, seine Autos zurück auf die Straße zu bringen. GM signalisierte bereits, dass der Robotaxidienst zunächst in einer einzelnen Stadt wiederaufgenommen werden soll. Die fahrerlosen Cruise-Wagen seien so programmiert, dass sie nach Kollisionen automatisch an den Straßenrand fahren könnten, um den Verkehr nicht zu behindern. Auch in diesem Fall entschied sich die Software dazu, obwohl die Frau noch unter dem Wagen steckte.

General Motors geht E-Fahrzeugbau lieber langsamer an

Verheerend für das Ansehen von Cruise war demnach, dass diese Details erst später bekannt wurden, während der Unfall erst harmloser dargestellt wurde. GM tauschte das Top-Management der Tochter daraufhin aus. Der Autobauer und andere Investoren steckten übrigens bereits Milliarden in Cruise. GM-Entscheider verteidigten außerdem im Rahmen einer bei der Deutschen Bank veranstalteten Konferenz zugleich den Kurs von General Motors, die Produktion von Elektroautos langsamer als ursprünglich geplant auszubauen. Der Konzern hätte in diesem Jahr zwar Kapazitäten, um rund 300.000 Fahrzeuge zu bauen, doch will man nicht in eine Situation geraten, in der man blind einem Produktionsziel folge. Nicht, dass am Ende tausende unverkaufte Fahrzeuge auf dem Hof stehen, nur weil der Markt noch nicht so weit ist, wie man sich ausdrückte. Die Branche ist bekanntlich eh bereits zu optimistisch gewesen, was das Absatzwachstum bei Elektroautos angeht. GM will demnach höchstens 200.000 bis 250.000 E-Fahrzeuge bauen.

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