Umformen Feintool übernimmt Umformspezialisten Herzing + Schroth
Mit dem Kauf der deutschen Herzing + Schroth will Feintool, Lyss (Schweiz), seine Marktstellung bei Systemen für Feinschneid- und Umformanwendungen stärken. Herzing + Schroth ist Spezialist für spanloses Umformen: ein Verfahren, das wie das Feinschneiden in der Automobilindustrie zur hochvolumigen Herstellung von Leichtbauteilen für effiziente Getriebe zum Einsatz kommt.
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Der Kaufvertrag für die Übernahme wurde am 14. März 2012 unterschrieben und tritt nach der Zustimmung des deutschen Kartellamts in Kraft. Alle 499 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 27 Lehrlingen der Firmen Herzing + Schroth GmbH u. Co. KG in Obertshausen und Schroth Antriebselemente GmbH in Ohrdruf werden von Feintool übernommen. Herzing + Schroth verzeichnete zuletzt einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro.
Feintool: Herzing + Schroth ist ein strategisch hervorragend passendes Unternehmen
Feintool-Verwaltungsratspräsident Alexander von Witzleben meint zur Übernahme: "Wir wollen unsere globale und technologische Stellung weiter ausbauen. Dabei konzentrieren wir uns auf unsere Marktstellung bei anspruchsvollen Anwendungen im Bereich Feinschneiden und Umformen. Es freut es uns besonders, mit Herzing+Schroth ein strategisch hervorragend passendes Unternehmen gefunden zu haben. Seine technische Expertise wird Feintool sowohl in der dem Feinschneiden benachbarten Verfahren des Umformens, als auch bei der geographischen Marktbearbeitung in den USA und im Raum Asien maßgeblich weiterbringen. Für Feintool ist dieser Schritt die logische Fortführung der seit drei Jahren verfolgten Fokussierungsstrategie."
Steffen Schroth, Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter von Herzing + Schroth zum Verkauf: "Dieser Schritt, mein Unternehmen in den Feintool-Konzern einzubringen, gewährleistet die langfristige Sicherung des Unternehmens vor dem Hintergrund der steigenden Marktanforderungen, der Globalisierung unserer Industrie und der notwendigen Finanzierung von Wachstum. Ich selbst werde unternehmerisch meine Beteiligung an der Helica Fördertechnik sowie die Betriebsimmobilien am Standort Obertshausen behalten und fortführen."
Globale Trends begünstigen Umformen
Zur Reduktion der CO2-Emissionen durch weniger Kraftstoffverbrauch setzt die Automobilindustrie auf höhere Effizienz und geringeres Fahrzeuggewicht. Dazu gehören effiziente Antriebsstränge, wie derzeit Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe, die zunehmend aus Leichtbauteilen mit komplexen Verformungsgraden bestehen, um schwere Guss- und Schmiedeteile zu ersetzen. Gleichzeitig sollen Kosten durch hohe Volumina in der Bauteilproduktion gesenkt werden. Von beiden Herausforderungen kann die neue Gruppe mit der vereinten Expertise des Feinschneidens und des spanlosen Umformens in den nächsten Jahren weltweit stark profitieren.
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