Hit-Technopark Firmenschließung als neue Chance
Hamburg (ug) – Wenn ein Unternehmen geschlossen wird, bleibt den Mitarbeitern in der Regel zunächst keine bessere Perspektive als die Arbeitslosigkeit. Doch in besonderen Fällen kann diese Situation auch der Auslöser für die Verwirklichung einer lang gehegten Idee zur Selbstständigkeit sein.
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Ende letzten Jahres schloss das Hamburger Aluminium Werk (HAW) in Finkenwerder seine Tore. Einige der rund 450 Mitarbeiter hatten eine vage Vorstellung, wie sie sich mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig machen könnten. Diese Pläne wurden im Rahmen der internen HAW-Maßnahme „Selbstständig mit einer Idee“ von der Hit-Beratungsgesellschaft des Technoparks durch eine Beratung unterstützt und gefördert.
Der Hit-Technopark schafft mit maßgeschneiderten Beratungsleistungen die Voraussetzungen für Unternehmenswachstum am Standort Hamburg. Dietmar Kunisch-Quadflieg, Seniorpartner der an den Hit-Technopark angegliederten Beratungsgesellschaft, konnte unter den kompetenten Fachkräften des HAW sehr gutes Potenzial für eine selbstständige Tätigkeit ausfindig machen.
„Bei der Beratung dieser Kandidaten ist es besonders wichtig, das psychologische Gründerprofil genau zu beleuchten. Denn eine gute Idee, gepaart mit fachlichem Know-how, macht allein noch keinen guten Unternehmer aus“, erklärt Kunisch-Quadflieg seine Schwerpunkte. Besonderen Wert legt die Beratungsgesellschaft auf ausgeprägte, typische Gründer-Stärken wie Mut, Tatkraft und betriebswirtschaftliches Gesamtverständnis.
Auch Willi Glaser und sein ehemaliger HAW-Kollege Jonni Tiedemann sind bei dieser Gelegenheit ihrer eigenen Gründerpersönlichkeit auf die Spur gekommen: Im Juni 2006 haben die beiden auf einem vorerst stillgelegten Geländeabschnitt des HAW einen Metallbau- und Industriemontagebetrieb eröffnet.
Bei dem Vorhaben, sich mit der Produktion einer neuartigen Anoden-Jochstangen-Schweißmaschine selbstständig zu machen, erfuhren die beiden Fachkräfte einerseits Ermutigung, andererseits aber auch gesunden Realismus von Seiten der Berater. So muss die Produktion ihrer selbst entwickelten Maschine zunächst noch auf sich warten lassen. Die rechtlichen Bestimmungen zum Schutz der Idee sind noch zu kompliziert und kostspielig.
Zwischenzeitlich haben die beiden ihren Betrieb für Metallbau und Industriemontage erfolgreich gestartet: Das Duo wartet Industriemaschinen für Firmenkunden und fertigt Geländer und Gitter aller Art aus Leichtmetall.
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