Entwarnung! Keine Kündigungen mehr bei Ford in Köln

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Weil sich laut Aussage von Ford in Köln etwa 2.100 Beschäftigte dazu entschlossen haben, das Werk freiwillig zu verlassen, entspannt sich die Lage ...

Entspannung bei der Belegschaft von Ford in Köln. Denn so wie es derzeit aussieht, werden für die geplanten Sparmaßnahmen keine Köpfe mehr rollen müssen ...(Bild:  Ford)
Entspannung bei der Belegschaft von Ford in Köln. Denn so wie es derzeit aussieht, werden für die geplanten Sparmaßnahmen keine Köpfe mehr rollen müssen ...
(Bild: Ford)

Beim Autobauer Ford in Köln drohen keine betriebsbedingten Kündigungen mehr, denn es haben sich mittlerweile rund 2.100 Beschäftigte bereiterklärt, von sich aus zu gehen. Das sagte der IG-Metall-Sprecher bei Ford-Köln, David Lüdtke. Weitere 800 Arbeitsplätze werden aber verlagert. Diese finden sich in Unternehmensteilen, die an Investoren abgegeben werden sollen. Dazu gehört etwa der Werkzeugbau und der Druckguss. Um das zu schaffen, läuft die Investorensuche planmäßig bis zum Sommer diesen Jahres.

Härtere Personalabbau-Maßnahmen vom Tisch

Der Personalbestand von Ford-Köln schrumpft damit im Rahmen eines Sparprogramms, auf das sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im vergangenen Sommer verständigt hatten, um rund 2.900 Arbeitsplätze. Man sei froh, dass genug Leute freiwillig gehen, weil dann härtere Maßnahmen vom Tisch seien. Doch zusätzlich zum Sparprogramm hatte der Autokonzern kurzfristig noch rund 1.000 Jobs in der Produktion gestrichen, weil in dieser Sektion zu Jahresbeginn von einem 2-Schicht- auf einen 1-Schicht-Betrieb umgestellt wurde. Grund war einmal mehr die maue Nachfrage nach Elektroautos. Auch dieses Vorhaben wurde schließlich umgesetzt.

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Ford-Köln

Der Sparkurs war aber kein Selbstläufer, heißt es. Denn lange Zeit war ungewiss, ob sich ausreichend Beschäftigte finden, die freiwillig gehen und dafür Abfindungen und andere finanzielle Hilfen bekommen. Wäre die Vorgabe nicht eingehalten worden, wäre der Druck in einer zweiten Phase des Jobabbaus erhöht worden. Wenn selbst das nicht gefruchtet hätte, dann hätte For zu betriebsbedingten Kündigungen gegriffen. Mit dem Erreichen der Sparvorgaben habe nun aber das Schreckgespenst dieser Art von Entlassungen ausgespukt.

Ford-Köln will sich in den grünen Bereich zurückschrumpfen

Durch den Jobabbau sinkt die Beschäftigtenzahl bei Ford Köln auf unter 9.000. Derzeit sind es etwa 10.500. Aber Ford-Köln schrumpft ohnehin seit Langem. Denn 2019 waren es noch 18.000 Beschäftigte. Aber Ford hat seine Kölner Produktion mit einer milliardenschweren Investition für die Herstellung von Elektroautos umgebaut und modernisiert. Doch der Verkauf der Stromer liegt unter den Erwartungen, weshalb das E-Auto-Geschäft in Deutschland defizitär ist. Durch den Personalabbau (und den damit verbundenen Kostensenkungen) möchte das Unternehmen so bald wie möglich zurück in die Gewinnzone.

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