Steigender Druck Ford sieht sich zu härterem Sparkurs gezwungen – das kostet weitere Jobs

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zwingt Ford dazu, den Sparkurs zu verschärfen. In der Kölner Produktion sollen dabei rund 1.000 Stellen geopfert werden.

Ford ist in Schieflage geraten, weil etwa der Absatz von Elektroautos zu wünschen übrig lässt. Im Rahmen des bereits übergestülpten Sparkurses am Standort Köln, durch den fast 3.000 Stellen wackeln, wird nun noch ein Zahn zugelegt ...(Bild:  Ford)
Ford ist in Schieflage geraten, weil etwa der Absatz von Elektroautos zu wünschen übrig lässt. Im Rahmen des bereits übergestülpten Sparkurses am Standort Köln, durch den fast 3.000 Stellen wackeln, wird nun noch ein Zahn zugelegt ...
(Bild: Ford)

Ford will nach eigenem Bekunden aufgrund der Gesamtlage im Januar 2026 vom bisherigen 2-Schicht-Betrieb auf den 1-Schicht-Betrieb umsatteln. Aber noch vor etwa einem Jahr hatte das Ford-Management einen anderen Sparplan verkündet, der stark angegriffen wurde und dem ersten Streik in der Geschichte der Kölner Ford-Werke geführt hatte, wie man sich erinnert. Und erst kürzlich haben die Beschäftigten diesen Sparplan aber notgedrungen akzeptiert. Die Entscheidung sah vor, in Köln bis Ende 2027 etwa 2.900 Stellen zu streichen, was vor allem die Verwaltung und die Entwicklung aber nicht die Fahrzeugproduktion betreffen sollte. Doch diesen Standortbereich erwischt es jetzt. Dabei sollen die Mitarbeiter am liebsten freiwillig gehen und Abfindungen bekommen, oder die Altersteilzeit nutzen, wie man erfährt. Dieses Sparvorhaben wird nun noch erweitert, was rund 1.000 Stellen mehr bedeutet, die es bei Ford nicht mehr geben soll. Die genaue Zahl steht aber noch nicht fest. Zunächst soll mit der Arbeitnehmerseite gesprochen werden. Man glaubt aber, dass nicht sehr viele Jobs von den 1.000 gerettet werden. Sollte es so kommen, dann sinkt die Zahl der bei Ford arbeitenden Personen auf rund 7.600 in den nächsten zwei Jahren (vor rund fünf Jahren waren es übrigens noch 20.000!!!).

Betriebsbedingte Kündigungen sind bei Ford zu erwarten

Die Konditionen für das freiwillige Ausscheiden werden nach Aussage des Ford-Managements aus dem ersten Sparprogramm übernommen. Das von der IG Metall verhandelte Abfindungspaket gilt außerdem als relativ attraktiv für Arbeitnehmer, heißt es weiter. Die Einsparungen schließen betriebsbedingte Kündigungen zwar vorerst aus, doch sollte der Personalabbau in jeder Hinsicht nicht den Erwartungen entsprechen, wird der Druck wohl schrittweise erhöht, was am Ende doch noch zu betriebsbedingt kündigen führen könnte. Die IG Metall reagierte enttäuscht. Durch die Ankündigung wächst innerhalb der Ford-Belegschaft die Verunsicherung über die Zukunft des Standorts Köln, kommentierte David Lüdtke, der IG Metall-Sprecher bei Ford in Köln. Für ihn sei das ein weiterer Tiefschlag für den traditionsreichen Standort. Der Gewerkschaftler glaubt auch, dass die Schichtumstellung als schlechtes Zeichen gewertet werden muss und den Kostendruck nur erhöhen wird. Seiner Meinung nach haben die Spitzenvertreter von Ford auch schwere Fehler gemacht, wenn es um die Modellphilosophie für Europa geht.

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